ZitatAlles anzeigenOriginal von Whaler
Ich verstehe schon die Konsequenzen des Marktes, aber du machst es dir etwas zu einfach. Um den kurzfristigen Erfolg zu bekommen, haben einige Vereine nach dem Zusammenschluss sich nicht an die vorher so großartig abgemachten GAs gehalten.
Da wurden auch allen mittelmäßigen Spielern Spitzengehälter geboten, nicht nur den wenigen wirlkich guten Österreichern. Und da liegt heute der Hund begraben. Wenn man einmal damit anfängt, dann dreht sich die Preisspirale immer weiter - Konsequenz des Marktes.
Daher sprach ich auch von fadenscheinig. Die Forderung nach mehr Legionären soll einfach nur übertünken, dass man aus lauter Erfolgsgeilheit sich in finanzielle Spielchen manövriert hat. Diese führen nun zum Untergang gerade jener, die damit eigentlich begonnen haben.
Ein altbekanntes Argument, dass sicher nicht falsch ist. Aber das kam auch schon vor fünf Jahren insklusive Lippenbekenntnissen zur nachhaltigen Entwicklung des österreichischen Eishockeys.
Damals hätte man schon z.B. das Abwerben Jugendlicher durch andere Klubs erschweren oder unterbinden können. Gemacht wurde natürlich nichts. Der Verband...der schläft auch heute noch, ausser wenn es darum geht Mitgliedsbeiträge zu kassieren.
Wie stellst du dir das vor?
Nein, ich mache es mir nicht (zu) einfach. Die Klubs wollen den Erfolg (die Fans ja auch) und dementsprechend verhalten sie sich. Sie liefern sich einen Wettbewerb um die inländischen Spieler...so ist es und in gewissen Sinne ist's auch gut so. Die Frage ist, ob man die Klubmanager vor sich selbst schützen muss. Mit den GAs probieren sie ja genau das - den Wettbewerb in gewissen Bahnen zu halten. Nur gegeben, dass sich alle anderen dran halten, ist es für den einzelnen besser das nicht zu tun. Das wieerum gilt für alle und im Nu führt individuell Vernünftiges Verhalten zu kollektiver Ineffizienz. So ist es und so wird's immer sein und darum braucht man gscheite Regeln und Strukturen, denen sich die Klubs in einem Lichtem Momente zwingend unterwerfen müssen.
Lippenbekenntnisse...ja eben!
Abwerben von Jugendlichen: hat gute und schlechte Seiten. Wenn ein talentierter Jugendlicher von einem kleinen zu einem großem Klub wechselt ist das prinzipiell gut, er kann sein Potential dort besser ausschöpfen und sich besser entwickeln. Das ist wichtig und sinnvoll, nur muss der "Geberverein" für seine Aufwendungen in entschädigt werden ansonsten wird er sich's in Zukunft 2x überlegen ein gscheites Programm anzubieten. Aber da gibts im ÖEHV eh eine Regelung bzw. könnte man sowas relativ einfach regeln.
Wie stelle ich mir das mit der Jugend vor?
Der Verband als zentrale Instanz, die definitiv langfristig planen kann, da sie ja nicht im Wettbewerb steht muss eingreifen. Geld (Fördergelder, Einnahmen aus den WMs, von mir aus auch aus einer Besteuerung der Klubs - siehe Reindl Modell in D) muss zweckgebunden für Jugendtrainer zur Verfügung gestellt werden. Der Verband muss (unter Berücksichtigung der Vereine un der örtlichen Gegebenheiten) dafür verhandlen, dass Schulkooperationsmodelle möglich werden (Verhandlungspartner Sportstaatsekratariat, Unterrichtsministerium,...). Der Verband kann innovative Projekte von Vereinen im Bereich der Jugendausbildung speziell fördern und somit den Wettbewerb unter den Verinen bezüglich der Nachwuchsausbildung anheizen. Möglichkeiten gibt's genug. Man braucht "nur" Geld und den Willen was zu bewegen. Sicher ohne die Mithilfe der Verine tut sich nix, aber ich denke prinzipiell wollen die ja.