Dank des verlängerten Wochenendes und wohl auch dank Todd Elik kamen endlich wieder deutlich mehr als 2.000 Zuschauer in die Tiroler Wasserkraft Arena. Lakos musste diesmal auf der Tribüne Platz nehmen. Gleich zu Beginn macht jedoch der Schiedsrichter auf sich aufmerksam: Johner musste für einen harten aber fairen Check für 2 Minuten auf die Bank. Beide Teams gingen die Partie rasant und mit entsprechender Härte an: Ein schnelles Spiel schien sich abzuzeichnen. Hervorzuheben war in dieser Phase ein schöner Schuss von Martin Hohenberger, der von der Innenstange zurück ins Spiel prallte. In der 8. Minute folgte dann der zweite Fehler des Schiedsrichters: Sila rutschte ein platzierter Bellissimo-Schuss durch, er erwischte die Scheibe aber im Nachfassen noch knapp vor der Linie. Dennoch wurde auf 1-0 für die Haie entschieden – auch wenn vielleicht dem Schiedsrichter die Sicht verstellt war, bleibt die Frage offen, warum kein Linesman reagierte. Die Haie setzen noch kurz nach, anschließend verschwand plötzlich das Tempo und die Kampfbereitschaft aus dem Spiel. Prompt gelang den Gästen der Ausgleich durch Intranuovo. Alle guten Dingen sind drei, dachte wohl der Schiedsrichter, als er mit seinem dritten Fehler Martin Hohenberger für einen fairen Open-Ice-Check auf die Bank schickte.
Das 2. Drittel hatte wenig zu bieten: Highlights waren jeweils 1 Stangen- bzw. Lattenknaller auf beiden Seiten.
Zu Beginn des 3. Abschnitts konnte der abermals starke Unterluggauer im Powerplay mit einem Hammer von der blauen Linie die 2-1 Führung besorgen. Doch statt nachzusetzen hatte man den Eindruck als wolle der HCI die knappe Führung verwalten. Das geht natürlich im Eishockey über so eine lange Zeit selten gut und in der 55. Minute konnte Pance abermals ausgleichen. Als eben jener Pance knapp 2 Minuten vor Schluss noch einmal auf die Bank musste – Yarema bekam für die Kritik über diese Strafe noch 10 Minuten aufgebrummt – schien doch noch ein Sieg in regulärer Spielzeit in Reichweite. Den Haien gelang zwar diesmal ein druckvolles Powerplay – Sila kam richtig ins Schwitzen – der rettende Treffer wollte aber nicht mehr gelingen.
In der Verlängerung sah es so aus, als hätten beide Teams ihr Pulver schon verschossen. In der 64. Minute bracht aber Intranuovo alleine durch und konnte nur mehr durch Haken zurückgehalten werden. Im Zurückfallen schlenzte er aber die Scheibe noch an Kotyk vorbei: Wäre dieser Treffer nicht gelungen, hätte es wohl Penalty geben müssen. Für Innsbruck scheint es auf alle Fälle besser zu sein, in Rückstand zu geraten: In Führung liegend nimmt man einfach zu schnell das Tempo raus und wurde heute mit einem Punktverlust dafür bestraft.