Nordiques, natürlich beziehe ich mich auf den Benefit beider Seiten.
Sei mal ehrlich: Wenn du im Sommer bei einem Bier in einem schönen Gastgarten sitzt, welche der 2 Optionen wäre dir lieber:
Ein Kettenraucher am Tisch neben dir der krebserregenden Passivrauch in die Umgebung bläst, oder ein Dampfer der mit Fruchtgeschmack aromatisierten, wohlriechenen und für dich auch viel ungefährlicheren Dampf ausatmet?
Mir ist klar das du am liebsten gar nix von beidem hättest ![]()
Aber ein generelles öffentliches Rauchverbot im freien wird in Ö wohl in den nächsten 50 Jahren nicht kommen, und nur wenige Leute (leider) fragen Sitznachbarn vorher obs stört, also wird es sich schwer vermeiden lassen das du und viele andere zumindest ab und zu mit Passivrauch/Dampf zu tun haben.
Was glaubst du wäre angenehmer und gesünder?
Gerade wegen der nicht nachweisbaren Passivgefahr halte ich die E-Zig für eine tolle Erfindung, denn auch Nichtraucher haben nicht mehr unter Rauchern zu leiden.
Wie Vincentes Geschichte mit den Rauchern im Hotel beweist, eine komplette "Nichtbelästigung" ist utopisch, denn dann müsste man den Leuten auch in ihren Wohnungen verbieten zu rauchen, könnte ja durchs Fenster zum Nachbarn ziehen.
Es gibt natürlich keine Langzeitstudien.
Aber es gibt zumindest unabhängige Messungen was ein Dampfer in die Raumluft ausatmet, bzw. wie die Raumluft belastet wird.
Die Ergebnisse sind da recht eindeutig, es wird nichts an die Raumluft abgegeben was nach derzeitigem Wissenstand nicht auch bei Nichtrauchern ausgeatmet wird:
ZitatAlles anzeigenDa ein Konsument von elektrischen Zigaretten nach dem Inhalieren einen Teil des verdampften Liquids wieder ausatmet, gehen
Wissenschaftler des Fraunhofer WKI davon aus, dass es so etwas wie Passivdampf gibt.
Schripp et al. haben dafür einen Probanden in eine 8 m³-Kammer gesetzt, der während einer 20-minütigen Konditionierungsphase lediglich atmen und danach jeweils 6 tiefe Lungenzüge im Abstand von 60 Sekunden aus einer E-Zigarette und
einer Tabakzigarette nehmen sollte.
Anschließend wurde das Ausatemluft/Dampfgemisch mittels GC/MS untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass nach dem Konsum der E-Zigarette die Stoffe Formaldehyd, Aceton, Isopren, Acetaldehyd, Essigsäure und Butanon
in Kleinstmengen in der Luft nachgewiesen werden konnten.
In der Studiewird darauf hingewiesen, dass das Formaldehyd ein Bestandteil der normalen Ausatemluft des Probanden war, da dieser Stoff bereits während der Konditionierungsphase gemessen werden konnte und auch nach dem
E-Zigarettenkonsum nicht signifikant anstieg.
Weiterhin verweist die Studie darauf, dass die Stoffe Aceton, Isopren, Acetaldehyd und Essigsäure auch ein Bestandteil der normalen Ausatemluft eines Menschen sein könnten.[62]2003 veröffentlichen Diskin und Kollegen (Keele Universität, England)
eine Studie, die sich mit den ausgeatmeten Stoffwechselprodukten von
Menschen beschäftigt. Für die Studie wurden Atemproben entnommen und in
den frühen Morgenstunden bei der Ankunft im Labor analysiert. Die
Ergebnisse von Diskin et al. zeigen auf, dass die Stoffe Aceton, Isoprenund Acetaldehyd tatsächlich normale Stoffwechselprodukte sind, welche in teilweise höheren Konzentrationen vom Menschen ausgeatmet werden.[63]
Die von Schripp et al. gemessene Konzentration von Butanon war mit 0,002 mg/m³ 300.000 Mal niedriger als der erlaubte MAK-Wert.[
Das ist jetzt natürlich keine Garantie dafür das man nicht in 20 Jahren plötzlich einen derzeit nicht messbaren Partikel entdeckt der nur beim Dampfen entsteht.
Aber Hand aufs Herz, wie wahrscheinlich ist das?
Die Inhaltstoffe haben alle langjährige Lebensmittelzulassungen, und werden auch in der Medizin verwendet und das teilweise seit Jahrzehnten.
Propylenglykol wird seit zig Jahren als Trägerstoff in Profiverdampfern wie Nebelwerfern und Maschinen oder aber auch in Asthmaspray verwendet, bis heute haben das Zeug millionen Menschen inhaliert ohne daran zu sterben.
Und vor allem wird von diesen Stoffen der grösste Teil beim Ausatmen nicht mit exhaliert, wenn da also Krebs drin ist bleibt er in der Lunge des Dampfers.
ZitatAlles anzeigenEine im September 2012 veröffentlichte Studie zeigte, dass die Auswirkungen des untersuchten Passivdampf auf die Raumluft, wenn man sie mit dem traditionellen Tabakrauchen vergleicht, kaum messbar sind.
Weiterhin hat der Passivdampf nicht die giftigen und krebserregenden Eigenschaften von Tabakzigaretten. Die Forscher machen die fehlende Verbrennung und den fehlenden Nebenstromrauch bei der elektrischen Zigarette als Gründe für die gemessenen Unterschiede in der Luftverschmutzung aus.
Die Forscher stellten bei der Auswertung der Messungen fest, dass obwohl nikotinhaltiges Liquid in einem 60 m³-Raum
verdampft wurde, in der Luft kein Nikotin nachgewiesen werden konnte:“5 vapers using e-cigarettes for 5h in a small room without renewal
of indoor air do not produce detectable levels of nicotine in the air.”„5 E-Zigarettenkonsumenten, welche 5 Stunden lang in einem kleinen
Raum ohne Raumlufterneuerung E-Zigaretten konsumieren, produzieren keine
nachweisbaren Nikotinkonzentrationen in der Luft.“Die Forscher kommen abschließend zu dem Fazit, dass man
“On the base of the obtained results and on ARPA data about urban
pollution, we can conclude by saying that could be more unhealty to
breath air in big cities compared to staying in the same room with
someone who is vaping.”„auf Basis der ARPA-Daten über die Luftverschmutzung in Städten sagen
kann, dass es ungesünder sein kann, in einer großen Stadt zu atmen, als
sich im selben Raum mit einem konsumierenden E-Zigarettennutzer zu
befinden.“[68][69]
ZitatAlles anzeigen"Peter Hajek und Kollegen haben 2014 eine Übersichtsarbeit
veröffentlicht, in der alle bis dato verfügbaren Studien über Nutzung,
Inhaltsstoffe und Sicherheit von E-Zigaretten einer wissenschaftlichen
Überprüfung unterzogen wurden. Die Forscher kamen zu folgendem Ergebnis:“EC aerosol can contain some of the toxicants present in tobacco
smoke, but at levels which are much lower. Long-term health effects of
EC use are unknown but compared with cigarettes, EC are likely to be
much less, if at all, harmful to users or bystanders.”„Einige der toxischen Stoffe aus dem Tabakrauch können, in wesentlich
geringeren Mengen, auch in dem Dampf von E-Zigaretten enthalten sein.
Die gesundheitlichen Langzeiteffekte des Konsums von E-Zigaretten sind
unbekannt aber wenn man E-Zigaretten mit Tabakzigaretten vergleicht,
sind E-Zigaretten voraussichtlich viel weniger, wenn überhaupt,
schädlich für Konsumenten oder Dritte.“[5]"
Und abschliessend hier die Reaktion von Experten auf die WHO Panikmache bezüglich eventueller Passivgefahr:
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia…n-a-990128.html