@VincenteCl
dann sieht die Rechnung rein für Kärnten so aus:
Erzielte Einnahmen aus dem Verkauf der Hypo Anteile (2007): € 1,6 Mrd
minus Beitrag im Zuge der Notverstaatlichung (2009) € 0,2 Mrd
ergibt einen Reinertrag aus dieser Transaktion von ca. € 1,4 Mrd; plus ein immaterieller schwer zu bewertender Prestigeverlust wegen "Zechprellerei". Die 1,4 Mrd. flossen zum Großteil in den Zukunftsfonds der Rest ist irgendwo im Landesbudget verflossen, nehme ich an.
Mit anderen Worten: Kärnten hat für sein ungebührliches Verhalten € 1,4 Mrd erlöst und die derzeit marode Bank an den Staat abgegeben.
1,6 milliarden zahlte die bayrische landesbank insgesamt für 50 % der aktien plus eine aktie. das land kärnten hat damals 25 % der aktien verkauft (hielt danach noch 24 %). weitere 25 % kaufte die bayrische landesbank von tilo berlin und friends (sie hielten danach nur noch 1 %), von der mitarbeiterstiftung (sie hielt danach noch 3 %) und von der grazer wechselseitige (sie hielt danach noch 15 %.
der erlös für das land kärnten aus dem verkauf seines 25 % anteils an der hype alpe adria an die bayrische landesbank macht also nicht 1,6 milliarden, sondern nur 800 millionen euro aus. und wenn du davon die 200 millionen euro abziehst, die kärnten zur sanierung der bank im dezember 2009 beitragen musste und noch den einen euro dazu rechnest, den kärnten für seine damals verbliebenen rund 20 prozent, die nach der kapitalerhöhung im jahr 2008, die kärnten nicht mitmachte, auf 12,5 % prozent geschrumpft war, vom bund erhalten hat, dann bleiben 600 millionen und 1 uro übrig.
von den 800 millionen euro aus dem erlös des verkaufs des 25 % anteils verwendete kärnten 550 millionen für die tilgung einer 2008 fälligen wandelanleihe, deren erlös schon vorher verbraten worden sein dürfte. "netto" sind insgesamt also noch satte 50 millionen und 1 euro für die "hohe kante kärntens" übrig geblieben. und natürlich die abwendung der 18 milliarden haftung im falle eines konkurses.
gewinn für kärnten durch abwendung des konkurses und durch verkauf all seiner anteile an dieser bank an die bayrische landesbank und an den bund also: 18 milliarden, 600 millionen und 1 euro. und da soll einer sagen, der zerschellte und seine partie kann nicht wirtschaften.
Der Staat Österr. trägt ab nun alle Risiken für die Bank (die können beträchtlich sein) und evtl. sollte die Wirtschaft speziell in Südosteuropa wieder gut laufen, könnte die Bank sogar durch Aufwertungen von Vermögensposten wieder positiv bilanzieren und AUT im günstigsten Falle einen Verkaufserlös erwirtschaften. Bayern hat € 3,75 Mrd. in den Sand gesetzt.
die bayern sind auf jeden fall die angeschmierten.
da sich die bayrische landesbank - trotz der sicheren aussicht auf einen abschreibungsbedarf von 3,75 milliarden euro im falle des ausstiegs - für den ausstieg entschieden haben, gehe ich davon aus, dass der bund(essteuerzahler) seine beiträge zur rettung dieser bank nicht so schnell oder überhaupt nie zurück erhalten wird. ich hoffe nur, dass die bayern, die die bank und ihre leichen inzwischen genauer kennen dürften, nicht schlauer gewesen sind als der bund.