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  3. VincenteCleruzio

Beiträge von VincenteCleruzio

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 4. November 2010 um 20:55

    Ein Kleinod aus dem schier unerschöpflichen Fundus an Hypogeschichten - Lesevergnügen pur: "Statt Hypothek und Rückzahlung des Geldes für eine Insel vor Dubrovnik setzte es die Wertberichtigung von neun Millionen Euro
    Die Hypo hat einem Kunden den Kauf einer Insel vor Dubrovnik finanziert. Doch statt Hypothek und Rückzahlung des Geldes setzte es die Wertberichtigung von neun Millionen Euro. Nicht die Verkäuferin der Insel (Serbien) war im Grundbuch eingetragen, sondern Kroatien." - Wie die Kärntner Hypo Inseln in den Sand setzte"

    Bankinterne "Kronzeugenregel" - sensationell: Zur Kronzeugenregel greift man immer dann, wenn man mit seinem Latein absolut am Ende ist. 8000 ehemaligen und gegenwärtigen Mitarbeitern wird per Email fürs "Singen" folgendes Angebot gemacht: "Wer Hinweise zur Aufklärung von rechtswidrigen oder bankschädigenden Aktivitäten liefert, darf auf Milde hoffen. Geständige Mitarbeiter werden nicht gekündigt, entlassen oder auf Schadenersatz geklagt." - Hypo Kärnten: Wer auspackt, wird verschont

    "Langer Sinkflug: Folgt man einem Privatgutachten vom 21. März 2006 war die Schieflage der Airline schon länger dramatisch. Der Grazer Wirtschaftstreuhänder Fritz Kleiner prüfte im Auftrag der Grazer Stadtwerke AG (Betreiber des Flughafens Graz-Thalerhof), die in die trudelnde Airline einsteigen wollte. Damals befand sich die Regional-Fluglinie "in finanziellen Schwierigkeiten. Das ergibt sich schon aus dem Wirtschaftsprüfungsbericht zum Jahresabschluss 2004", dessen uneingeschränkter Bestätigungsvermerk "mit einem bedingten Zusatz versehen war", wie der Gutachter festhielt. Die Frage, um die es konkret ging: "Ob Styrian Spirit mit einer Kapitalzufuhr von 6,5 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren so weit saniert werden könnte, dass keine weiteren Kapitalzuschüsse erforderlich werden".

    Schon die Zahlen des Geschäftsjahres 2004 (also lang vor jener Kreditvergabe, für sie sich Kulterer und andere Ex-Banker nun verantworten müssen) waren blutig: Das Eigenkapital grundelte laut Gutachten bei 1,4 Mio. Euro oder 5,92 Prozent des Gesamtkapitals. Verschuldungsgrad: fast 90 Prozent. Vorläufiger Verlust 2005 laut (vorläufiger) Saldenliste: 12,4 Mio. Euro. Und: "Am 28. Jänner 2005 teilte der Wirtschaftsprüfer mit, Styrian Airways sei in Folge von Zahlungsunfähigkeit von Konkurs oder Ausgleich bedroht. Diese Gefahr konnte laut Schreiben des Vorstands vom 15. Februar 2005 gebannt werden." Trotzdem lief das Jahr 2005 schlecht: Laut Kleiner konnte "keine einzige Linienstrecke (Styrian flog in Österreich, Deutschland und der Schweiz; Anm.) einen positiven Ergebnisbeitrag" liefern. Statt im Februar 2005 budgetierter plus 936.000 Euro landete das Ergebnis vor Steuern eben bei minus zwölf Millionen Euro.

    Grounding nahe

    Im März 2006 war das Grounding laut Gutachten wieder nahe, "es lässt sich feststellen, dass die Styrian (auch jetzt wieder) von Zahlungsunfähgikeit bedroht ist". Die Verbindlichkeiten gemäß (vorläufiger) Saldenliste 2005 lagen bei mehr als 44 Mio. Euro.

    Hätte die Airline überleben und zahlungsfähig bleiben sollen, hätte sie bis 2008 jede Menge frisches Geld gebraucht - und zwar 33,7 Mio. Euro. Wobei der Gutachter dabei von den erforderlichen 15 Prozent Eigenkapital ausging, was nicht nur den damals eben geplanten Kapitaleinschuss um 6,5 Mio. Euro vorausgesetzt hätte, sondern weitere 5,3 Millionen.

    Die Grazer Stadtwerke gingen dann übrigens nicht an Bord.Styrian Spirit fehlte stets Sprit

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 31. Oktober 2010 um 12:47

    KURIER:

    "Geahnt oder befürchtet hatten es schon einige, jetzt liegt es schwarz auf weiß vor: Die Vertreter der Bayerischen Landesbank wurden in den Verkaufsverhandlungen der Hypo über die Eigenkapital- und Vorzugsaktienprobleme der Bank völlig im Unklaren gelassen.

    Dem KURIER liegen exklusiv die Protokolle der Expertengespräche vor dem Abschluss der Kaufverträge vor (siehe Faksimile). Im "legal expert meeting", das am 18. April 2007 stattfand, wurde von den Verantwortlichen der Hypo zum Punkt "Vorzugsaktien der HLH" (Hypo Leasing Holding) wörtlich gesagt: "keine Put-Optionen der Vorzugsaktionäre". Das Pikante daran: Die Hypo wurde bei diesem Treffen unter anderem vom damaligen Vorstandsvorsitzenden der Bank und jetzigen Grazer Wechselseitige-Vize-Chef, Siegfried Grigg, vertreten. Grigg aber hatte zu diesem Zeitpunkt schon drei Put-Optionen für Vorzugsaktionäre unterschrieben: eine für die Milliardärs-Witwe Ingrid Flick, eine für Jetalliance-Gründer Lukas Lichtner-Hoyer und eine für die Jetalliance selbst."

    [Blockierte Grafik: http://kurier.at/mmedia/2010.10.29/1288360647_5.jpg]

    Die Verfolgung wegen Bilanzfälschung sollten den damaligen Vorstandsmitgliedern damit jedenfalls gewiss sein, die die Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von Vorzugsaktien in den Bilanzen trotz der "Put-Optionen" unter den Aktiva ausgewiesen haben, wenn nicht ohnedies gewerbmäßiger schwerer Betrug zu Lasten der Bayrischen Landesbank vorliegt. Es gilt, selbstverständlich, für alle Verdächtigen die Unschuldsvermutung.

    Und uns Steuerzahlern und Neobankern könnte diese aktive Täuschung der Vertreter der Bayrischen Landesbank teuer zu stehen kommen, weil sie den Bayern einen aussichtsreichen Grund für die Anfechtung des Kaufvertrags wegen Täuschung über die wahre wirtschaftliche Lage der Hype Alpe Adria und in weiterer Folge für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen zumindest in Höhe der Kapitalerhöhungen gibt, die von den Put-Optionen umfasst sind.

  • 8.R.: HC TWK Innsbruck-EHC Lustenau

    • VincenteCleruzio
    • 30. Oktober 2010 um 22:26
    Zitat von Eishockeyfreak

    und wo wirst stehen vincent? Auf ein bier? Treffen wir uns in der raucherecke? Mfg


    schade, zu spät gesehen: das nächste mal treffen wir uns in der twk.

  • 8.R.: HC TWK Innsbruck-EHC Lustenau

    • VincenteCleruzio
    • 30. Oktober 2010 um 15:11
    Zitat von Eishockeyfreak


    ... Innsbruck wir kommen !!! ...


    super!

  • Steuerpaket

    • VincenteCleruzio
    • 28. Oktober 2010 um 15:24

    wie DER STANDARD weiters berichtet, macht das justizressort wirklich ernst bei der budgetsanierung und baut nicht weniger als 200 dienstposten ab:

    "Beispiele aus dem Justizressort: Das Ministerium will seine Außenstelle Meidling samt 200 Schweinen verkaufen."

  • Free Pauli !

    • VincenteCleruzio
    • 28. Oktober 2010 um 15:16

    für mich eine der größten niederlagen meines lebens, weil es mir nicht gelungen ist, diese wunderbare kreatur mit eurer hilfe aus seinem "Großraumaquarium", wie diese geldgierigen tierquäler sein gefängnis genannt haben, zu befreien. ruhe in frieden, paolo.

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 27. Oktober 2010 um 23:52

    DER STANDARD

    Die Hypo Alpe Adria wird auch heuer an die 600 Millionen Euro Verlust einfahren, aus der Vergangenheit tauchen neue Vorwürfe auf

    Die verstaatlichte Kärntner Hypo Alpe Adria wird auch heuer "massive Verluste" schreiben. Das sagte ihr Chef, Gottwald Kranebitter, am Mittwoch vor dem Klagenfurter Untersuchungsausschuss aus. Wie DER STANDARD erfahren hat, rechnet man 600 bis 700 Millionen Euro Minus. Auch über einen neuen Schutzschirm werde nachgedacht.

    Neue Details auch aus der Vergangenheitsbewältigung: Die Justiz ermittelt bereits gegen 56 Beschuldigte, auch die Manager von Ex-Aktionär Grawe. Und Wolfgang Kulterer steht laut News im Verdacht, einen Beamten im Innenministerium bestochen zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

    ***

    Klagenfurt/Wien - Die Hypo Alpe Adria kommt wirtschaftlich nur schleppend voran. Hypo-Vorstandschef Gottwald Kranebitter gab am Mittwoch vor dem Kärntner Hypo-Untersuchungsausschuss Einblicke ins Desaster. 1,5 Mrd. flossen seit der Notverstaatlichung in die Bank, acht Mrd. müssten für faule Kredite am Balkan abgeschrieben werden, dazu 1,5 Mrd. an Risiko-Vorsorge. Weiters stehen Bund und Land Kärnten für Haftungen von 21,6 Mrd. gerade, die bis 2017 zurückgezahlt werden müssen. Für heuer erwartet der Bankchef "massive Verluste", 2012 will er die Hypo wieder in die Gewinnzone führen, sagte Kranebitter in Klagenfurt aus.

    Von wohlinfomierten Bankern ist zu hören, dass der Jahresverlust heuer bei immer noch stolzen 600 bis 700 Mio. Euro liegen wird (2009: rund 1,6 Mrd. Euro). Im Hintergrund wird überlegt, einen neuen Schutzschirm über der staatlichen Bank aufzuspannen.

    Man habe den Eindruck, dass "sich in den vergangenen Jahrzehnten niemand das Kreditrisiko der Bank angeschaut hat, auch Aufsichtsrat und Aufsicht nicht", meint ein Involvierter, auch die BayernLB sei den riskanten Kurs weitergefahren. Apropos: Laut News sagte ihr Ex-Chef Werner Schmidt aus, Jörg Haiders Forderungen nach Sport-Sponsorgeld seien ihm "eher lästig" gewesen.

    In Österreich wurde längst mit dem Immo-Abverkauf begonnen; die Erlöse halten sich in Grenzen. So brachte der Verkauf von zwei Golfplätzen (Seltenheim und Finkenstein) an die Murhof-Gruppe rund um Johannes Goess-Saurau cirka drei Mio. Euro - der Gewinn für die Bank soll bei 500.000 Euro liegen. Dass Goess-Saurau mit Hypo-Anwalt Guido Held (mit einer verwitweten Goess-Saurau verheiratet) im Aufsichtsrat des Karton-Konzerns Meyr-Melnhof sitzt, hat laut einem Hypo-Kenner zwar "keine ideale Optik", aber: "Die Murhof-Gruppe war Höchstbieter." Held dazu: "Ich war selbst überrascht, als ich das ex post gehört habe. Aber ich habe mit den Verwertungen nichts zu tun und kenne Herrn Goess-Saurau nur beruflich aus dem Aufsichtsrat."

    Was die von CSI Hypo und Justiz aufgearbeitete Vergangenheit betrifft, wurden am Mittwoch neue Details bekannt. Die Justiz ermittelt gegen 56 Beschuldigte, neben Ex-Bankchefs Wolfgang Kulterer, Günter Striedinger oder Tilo Berlin auch gegen Grawe-Vorstandsmitglieder Othmar Ederer und Siegfried Grigg. der Standard betont, dass die Betroffenen die Vorwürfe zurückweisen und dass die Unschuldsvermutung gilt. Ederer (früher als Minderheitseigentümer-Vertreter im Hypo-Aufsichtsrat) soll wegen der Vorzugsaktien (der Standard hat berichtet) verfolgt werden. Gegen Grigg (Herbst 2006 bis Juni 2007 im Bankvorstand) gibt es sechs Anzeigen. Dabei geht es um Kreditfälle sowie um einen Vertrag mit einem langjährigen Geschäftspartner, dessen Leistung nicht ersichtlich sein soll.

    Ex-Bankchef Kulterer (seit 13. August in U-Haft) soll laut aktuellem News zuletzt engen Kontakt zu BZÖ-Politiker Stefan Petzner gehabt haben. Das Magazin beruft sich auf Telefonüberwachungs- und Einvernahmeprotokolle, wonach Kulterer am Tag seiner Verhaftung ein Treffen mit Wirtschaftsprüfer Karl-Heinz Moser (Ex-Wirtschaftsprüfer und Ex-Aufsichtsrat der Hypo; Anm.), "eventuell Josef Kircher" (Ex-Hypo-Manager) und seinem "persönlichen Medienberater Siegbert Metelko" geplant hatte. Dabei hätte es um "Ablauf und Fakten der Vorzugsaktiengeschichte" gehen sollen.

    Verdacht der Bestechung

    Auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien ermittelt laut News gegen Kulterer, wegen Verdachts auf Anstiftung zum Amtsmissbrauch. Kulterer habe heuer rund um eigene Geschäfte in Rumänien ebendort Anzeige erstattet. Als nichts weiterging, habe er einen in Rumänien gut vernetzten Beamten im Wiener Innenministerium 12.000 Euro für die "Beschleunigung" des Verfahrens in Rumänien bezahlt. Der Mann (gegen ihn wird ermittelt) sei früher für die Sicherheit von Ingrid Flick zuständig gewesen; Kulterer saß in ihrem Stiftungsvorstand. (Renate Graber, Elisabeth Steiner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.10.2010)

  • Rechtschreibakrobaten

    • VincenteCleruzio
    • 27. Oktober 2010 um 19:15
    Zitat von Adlerblut


    ... Außerdem wirds Zeit, den KAC von Wolke 7 wieder auf den harten Arbeierboden des Villacher-Eises zurückzuholen ....

    das mit der wolke 7 leuchtet mir ein. aber was, bitte, sind "arbeier", die auf dem harten boden unter dem villacher eis liegen sollen?

    arbeitseier?
    akademischerruderbundeier?
    allgemeinereisebedinungeneier?
    arth-rigi-bahn-eier?

  • Welche Musik hört ihr momentan?

    • VincenteCleruzio
    • 26. Oktober 2010 um 23:20

    eben live gehört jean sibelius, violin concerto, bbc scottish symphony orchestra, mit der sensationellen, erst 24 jahre alten norwegischen violonistin vilde frang, der "emi classics´ young artist 2010".

    la vita è bella, eh!

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 25. Oktober 2010 um 12:39

    DIE PRESSE

    Hypo Alpe Adria: Mehr Staatsgeld als "Szenario"

    Wien/APA. Die Ende 2009 notverstaatlichte Kärntner Hypo Group Alpe Adria könnte weitere Hilfe vom Steuerzahler benötigen. Laut dem Magazin „Trend“ sollen Tourismusimmobilien und andere Not leidende Projekte am Balkan in einer neuen Asset-Gesellschaft gebündelt werden. Es gehe um ein Volumen von ein bis 1,5 Mrd. Euro. Diese Summe soll die neue Firma der Hypo als Kaufpreis bezahlen, wobei der Staat die Haftung dafür übernehmen müsste. Derzeit könnte man die Liegenschaften nur unter dem Wert verkaufen. Also will man sie vorerst in der neuen Gesellschaft halten, die sie dann später verkaufen soll. Liege der tatsächliche Verkaufserlös später unter diesem Preis, müsste der Staat die Differenz zahlen.

    „Nur Szenarienanalysen“Die Bank und das Finanzministerium sagten am Sonntag, dass „aus heutiger Sicht“ keine frischen Staatsgelder oder Garantien gebraucht werden. Es handle sich lediglich um „mögliche Schutzmaßnahmen“ für den Fall, dass aus heutiger Sicht unerwartete Verluste anfallen.

    Es gebe aber mehrere Szenarien, wie man dann vorgehen wolle. Auch im Finanzministerium will man „keine Hinweise“ haben, dass frisches Kapital oder andere Hilfen aus dem Bankenpaket für die Hypo Alpe Adria erforderlich sind.

  • Steuerpaket

    • VincenteCleruzio
    • 24. Oktober 2010 um 20:40
    Zitat von ZigaretteDanach


    ... hättest du an dem schulsystem das es schon jahre lang gab und gibt etwas geändert? ich persönlich sehe hier keinen handlungsbedarf ....

    das glaube ich dir sofort, dass du da nichts siehst. womit auch?!

  • Kochrezepte International

    • VincenteCleruzio
    • 21. Oktober 2010 um 12:46
    Zitat von TsaTsa

    ach vincente, nu sitt ich in de klemm :P du kannst einem ja schon in verlegenheit bringen :P


    nicht doch, nicht doch, das ist nicht angebracht. wenn wer grund hat, verlegen zu sein, dann bin das ganz alleine ich.

  • Kochrezepte International

    • VincenteCleruzio
    • 21. Oktober 2010 um 11:40
    Zitat von TsaTsa


    da ich an der nordsee geboren eine andere beziehung zu sauer präparierten fischen habe ...von daher nix in büchsen rollende möpse.

    wie konnte ich nur, carissima TsaTsa, ich nehme alles mit dem ausdruck aufrichtigen bedauerns zurück und schäme mich in den boden. wie konnte ich nur solch einem vorurteil aufsitzen. :pinch:

    heringsfilets, an denen du selbst hand anlegst und sie mit mildem essig und feinen gewürzen mariniert zart zu möpsen rollst, schwester - darf ich Sie so nennen? - das ist ja slowfood pur, von der waterkant northern style . welcome to the club!

    allgeria,
    vincente (der mit der roten birne)

  • Kochrezepte International

    • VincenteCleruzio
    • 21. Oktober 2010 um 10:50
    Zitat von TsaTsa

    bruckfleisch.............zirbenen........ 8| rollmöpse tun's auch :P


    es wird immer ärger, carissima TsaTsa!

    nichts gegen möpse! im gegenteil!

    aber alles gegen "rollmöpse", diese industriell gefertigten mit essigsäure und scharfen zwiebeln zu tode geätzten wässrigen fischleichenteile, deren wahre bestimmung es ist, den umsatz schweizer pharmakonzerne und ihrer arzneimittel gegen sodbrennen und magendruchbrüche anzukurbeln. in österreich nur noch durch den kulinarischen tiefstpunkt übertroffen, und zwar durch die zu recht so genannten "teufelsroller": das sind, für den fall, dass du sie nicht kennen solltest, "rollmöpse", die in schärfste, metallisch schmeckende lebensmittelfarbe mit künstlichem pfeffer-chili-geschmack eingelegt werden, damit sie das letzte leben aushauchen, das in ihnen noch stecken könnte. ihre waffenscheinfreie abgabe an menschen, die ihre durchschnittliche lebenserwartung noch nicht erreicht haben, gehörte längst verboten und ihren verzehr kann man nicht anders als "mutprobe eines lebenmüden, der von seiner müdigkeit noch nichts weiß" umschreiben. red bull soll an diesem thema bereits dran sein und neue helden suchen.

    das ist jetzt nicht mehr eine frage des geschmacks, über den den sich trefflich streiten ließe, jetzt ist schluss mit lustig. eher leide ich tagelang wegen eines katers und tröste mich mit richtigen möpsen, als dass ich mit meine speiseröhre und meinen magen mit rollmöpsen und teufelsrollern ruiniere.

    allegria,
    vincente (kalabrischer repräsentant der in meinem heimatland gegründeten slowfood-bewegung im herzen der alpen)

  • Kochrezepte International

    • VincenteCleruzio
    • 21. Oktober 2010 um 00:24
    Zitat von TsaTsa

    ... züri gschnetzlets ...

    versus kalbsbeuschl,

    carissima TsaTsa.

    das ist,
    verzeih,
    wie eine

    Simson Schwalbe KR 51/1 S versus eine Münch Mammut 2000

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 19. Oktober 2010 um 22:39
    Zitat von quasidodo

    Um mir ein Bild zu machen, kann mir jemand ausdeutschen, welche Funktion diese Generalprokuratur in unserem Rechtssytem einnimmt? Aus dieser Darstellung
    http://www.ogh.gv.at/gp/index.php?nav=12
    werd ich ehrlich gesagt nicht wirlich schlaut, man möge meine juristisch ungeschulte Auffassungsgabe verzeihen.


    die generalprokuratur ist die staatsanwaltschaftliche behörde beim obersten gerichtshof - sie ist gegenüber der bundesministerin für justiz weisungsgebunden, hat selbst aber kein weisungsrecht gegenüber anderen staatsanwaltschaftlichen behörden wie gegenüber der oberstaatsanwaltschaft beim oberlandesgericht und - darunter - der staatsanwaltschaft beim landesgericht, die in der weisungskette in dieser reihenfolge wiederum der bundesministerin für justiz unterstehen.

    wie der name schon sagt, "sorgt" (procurare) der generalprokurator beim obersten gerichtshof dafür, dass der oberste gerichtshof richtige entscheidungen trifft.

    wenn daher in unserem fall, die verteidiger der angeklagten elsner und co und die staatsanwaltschaft wien nichtigkeitsbeschwerden gegen das urteil des landesgericht für strafsachen wien erhoben haben, das ein schöffensenat unter der vorsitzenden bandion-ortner gefällt hat, dann prüft der generalprokurator bzw einer seiner stellvertreter ("generalanwalt") diese nichtigkeitsbeschwerden, auch die der staatsanwaltschaft wien, und legt dem obersten gerichtshof seine stellungnahme, das sogenannte croquis vor, was nichts anders bedeutet und es auch ist: einen "entscheidungsentwurf". böse zungen behaupten, dass der oberste gerichtshof im regelfall nur den briefkopf dieses croquis austauscht und aus dem croquis sein urteil mit seinem briefkopf macht.

    eine weitere aufgabe des generalprokurators ist es, dafür zu sorgen, dass in österreich einheitlich strafrecht gesprochen wird. wenn zB irgendeine entscheidung irgendeines strafgerichts in österreich getroffen und rechtskräftig wird, kann, wenn diese entscheidung rechtswidrig ist, jedermann (staatsanwälte müssen das sogar tun, wenn sie davon kenntnis erlangen) an den generalprokurator herantreten und ihn dazu anregen, diese rechtswidrige entscheidung mit einer "nichtigkeitsbeschwerde zur wahrung des gesetzes" beim obersten gerichtshof zu bekämpfen. wenn der oberste gerichtshof dieser nichtigkeitsbeschwerde zur wahrung des gesetzes folge gibt, weil die bekämpfte entscheidung auch seiner meinung nach rechtswidrig ist, dann hebt der oberste gerichtshof die entscheidung auf, so sie jemanden benachteiligt, oder stellt nur die rechtswidrigkeit der entscheidung fest, so sie den betroffenen zu unrecht begünstigt hat: niemand soll einen nachteil durch die bekämpfung einer bereits rechtskräftig gewordenen rechtswidrigen entscheidung erleiden, aber es soll im dienste der rechtssicherheit und, zur nachahmung empfohlen, vom höchstgericht in strafsachen festgestellt werden, was recht ist und was nicht.

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 19. Oktober 2010 um 21:12
    Zitat von Elbart


    Die Generalprokuratur hat offensichtlich das Wehklagen unseres Lieblingsvillachers erhört: ...


    "Es liegt in der Natur der Sache, dass es in einem Großverfahren verschiedene Rechtsansichten gibt", sagt bandion-ortner. wie bitte?

    wenn die generalprokuratur 6 der 9 schuldsprüche wegen verfehlter rechtsansichten aufgehoben wissen will, dann würde ich der dame raten, in sich zu gehen, statt flapsig sprüche zu klopfen.

  • 1.700 Euro Strafe für 1,83-Euro-Diebstahl

    • VincenteCleruzio
    • 19. Oktober 2010 um 09:14
    Zitat von slava bykov

    ich glaube es war neuburger, sagen sie niemals Leberkäse zu ihm :D


    gerade z´fleiß hab ich es trotzdem geschrieben, weil ich lass mir von der werbung nichts vorschreiben. so schaut es nämlich aus.

  • 1.700 Euro Strafe für 1,83-Euro-Diebstahl

    • VincenteCleruzio
    • 18. Oktober 2010 um 21:55
    Zitat von quasidodo


    ... Ich glaub ich muß meine Methode zum Vertreiben von Parkplatz-Freihaltern nochmal überarbeiten...


    die so begangene (versuchte) nötigung ist eine der am häufigsten vorsätzlichen straftaten österreichs: opfer in der regel weiblich und schwer unter stress, weil im auftrage eines hintermannes tätig, täter fast immer männlich.

  • 1.700 Euro Strafe für 1,83-Euro-Diebstahl

    • VincenteCleruzio
    • 18. Oktober 2010 um 18:49

    lautet die überschrift auf orf kärnten, die den sachverhalt ganz verzerrt wiedergibt. und weiter:

    "Die Verhandlung endete nach wenigen Minuten mit einer Diversion, der Mann erklärte sich mit einer Geldstrafe in Höhe von 1.700 Euro einverstanden. Dazu kommen die Verfahrens- und Anwaltskosten, weiters akzeptierte er die Zahlung eines Teilschmerzensgeldbetrages. Der Richterspruch ist nicht rechtskräftig."

    gegen den beschuldigten hat die staatsanwaltschaft einen strafantrag wegen zweier delikte eingebracht, wegen diebstahls des leberkäseweckerls im wert von 1,83 euro (strafdrohung: freiheitsstrafe bis zu 6 monaten oder geldstrafe bis 360 tagessätzen) und wegen nötigung des kaufhausdetektivs (strafdrohung: freiheitsstrafe bis zu einem jahr), der dabei auch eine (leichte) körperverletzung, und zwar eine kniegelenksprellung erlitten haben soll - der beschuldigte ist immerhin mit dem auto auf den detektiv zugefahren.

    der beschuldigte hat nicht wegen des diebstahls eines 1,83-euro-leberkäse-weckerls eine "geldstrafe" in höhe von 1.700 euro erhalten, sondern er ist auf jeden fall wegen der mit strengerer strafe bedrohten nötigung - der diebstahl war laut verteidiger ein versehen, dann nicht nicht vorsätzlich begangen und dann straflos - im rahmen einer diversionellen erledigung ohne formellen schuldspruch, daher auch ohne eintragung ins strafregister und mit seinem einverständnis und nach übernahme der verantwortung für die nötigung des detektivs und nach zusicherung, dem detektiv ein schmerzengeld zu zahlen, zur "zahlung eines geldbetrages" ("geldbuße") verhalten worden = "bezahlungs eines geldbetrages im rahem der diversion".

    es ist oft unerträglich, welchen schwachsinn journalisten bei der gerichtsberichterstattung von sich geben und wie wenig ahnung sie haben, selbst wenn sie bereits jahrelang gerichtsberichterstattung betreiben.

    dieser bericht hat in etwa die qualität des folgenden berichts über das foul von lukas an gratton:

    beim fußballländerspiel zwischen den blackwings linz und den vienna capitals hat der eishockeytorwart der linzer, robert lukas, dem urwiener linienrichter gratton bei einem elfmeter die schiedsrichterpfeife aus dem mund geschossen. die schwer verletzte pfeife wurde daraufhin von mitgliedern des österreichischen alpenvereins in einem akia zu tal und dann mit einem rettungshubschrauber ins krankenhaus nach innsbruck gebracht. da sich lukas beim elfmeter deutlich im abseits befunden hatte, hat der trainer der caps das tor zu recht nicht gegeben.

    so etwas sollte sich einmal ein sportreporter erlauben, er wäre weg innerhalb einer stunde.

  • 12.R.: Red Bull Salzburg-HK Acroni Jesenice

    • VincenteCleruzio
    • 17. Oktober 2010 um 20:22
    Zitat von Benny-78

    Lol, besser als gestern beim Klitschko Kampf.... [Popcorn]


    echt kanadische box-, äh, spielkultur eben.

  • EBEL + DEL live auf "Servus TV"

    • VincenteCleruzio
    • 17. Oktober 2010 um 19:10

    bring on eric white! dieser plauderwastl mit der "ich presse die stimme, um aus jedem schas eine weltsensation zu machen" meint doch echt, dass der "stockcheck" ( 8| ) von fischer eigentlich keine strafe wert gewesen wäre.

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 17. Oktober 2010 um 14:30
    Zitat von ZigaretteDanach

    warum wurde über die bawag oder alle andren pleite banken nie was erwähnt, aber über die hypo jeder noch kleine artikel hier reingestellt?


    sehr geehrter herr bzö-fpö-fik-kampfposter!

    sich wiederholt auf dieselbe art blöd zu stellen, was ihnen nicht schwer zu fallen scheint und tiefen einblick in ihre selbstachtung erlaubt, und mit der scheinbar "naiven", aber immer selben frage zu versuchen, vom thema dieses threads abzulenken ("warum wird im zechpreller-kärnten-thread nicht über die machenschaften der lehman brothers inc. investmentbank geschrieben?" usw), wird ihrer sache, und zwar die verantwortung der orange-blauen-fik-politiker und ihrer günstlinge für das hype alpe adria desaster klein zu reden, das dem österreichischen steuerzahler schon sehr viel geld gekostet hat und voraussichtlich noch sehr viel geld kosten wird, nichts nutzen. und wenn sie sich noch tausend mal im interesse des/der bzö-fpö-fik zum oberdodel auch in diesem thread dieses forums machen.

    mit der einem bzö-fpö-fik-kampfposter-troll zustehenden achtung,

    vincentecleruzio.

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 17. Oktober 2010 um 11:54

    zur nachspeise noch ein paar salznüsschen:

    DIE PRESSE

    Hypo Kärnten zahlte rund 800.000 Euro an PR-Berater

    tilo berlin drückt schon vor dem einstieg seiner person und seiner "friends" zwecks zwischenschnittchen von 160 millionen euro und vor seinem segensreichen wirken als vorstandsvorsitzender bei der hype alpe adria bank einen deutschen pr-berater namens essing durch, der bis november diesen jahres von der hype alpe adria bank vier jahre lang pro jahr 200.000 euro aufs konto überwiesen erhalten haben wird und dessen vertrag vom neo-vorstand kranebitter "im Juli dieses Jahres mangels erkennbarer Gegenleistungen auf"gelöst worden ist mit viermonatiger kündigungsfrist.

    auf seine konkreten gegenleistungen in vier jahren für diese insgesamt 800.000 euro angesprochen, hat essing gegenüber der Presse unter berufung auf seine verschwiegenheitspflicht ("top secret, verstehts doch!") geantwortet:

    "Ich habe gearbeitet!"

    sihalich!

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 17. Oktober 2010 um 11:28

    an der weiteren scheinbaren kapitalerhöhung mit vorzugsaktien zur rettung der bankenkonzession durch täuschung der banken-/finanzmarktaufsicht und weiterer personen wie die verantwortlichen der bayrischen landesbank, auf die @quasi eben aufmerksam gemacht hat, an dieser weiteren pseudokapitalerhöhung mit gewinngarantie zu lasten des landesbankomaten hype alpe adria group hat sich auch, man kommt aus dem staunen nicht mehr heraus, auch die gemeinnützige "KÄRNTEN-STIFTUNG" beteiligt

    DIE PRESSE

    Kärnten-Stiftung an geheimem Hypo-Aktiendeal beteiligt

    16.10.2010

    Ex-Hypo-Alpe-Chef Wolfgang Kulterer soll geheime Verkaufsrechte von Vorzugsaktien der Hypo-Leasing von der gemeinnützigen Kärnten-Stiftung ermöglicht haben. Die Put-Optionen könnten Bilanzfälschung darstellen.

    Dem ehemaligen Vorstand der Kärntner Hypo Group Alpe Adria, Wolfgang Kulterer, droht neues Ungemach. Er soll Käufern von Vorzugsaktien der Hypo-Leasing verbotenerweise ein geheimes Verkaufsrecht (Put-Option) eingeräumt haben. Die Vorzugsaktien waren in Besitz der "Kärnten Stiftung". Das hat jener Notar, der die Side-Letters ausgearbeitet hat, ausgesagt. Wie der "Kurier" in seiner Samstag-Ausgabe berichtet, sind nun ebendiese Unterlagen aufgetaucht, und zwar in einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft. Das würde bedeuten, dass die von Jörg Haider ins Leben gerufene Kärnten-Stiftung sich an einem möglicherweise illegalen Investment beteiligt hat.

    Stiftungszweck: "Förderung des Gemeinwohls"

    Man schrieb das Jahr 2003, als die Kärnten-Stiftung gegründet wurde. Der deutsche Stromkonzern RWE Plus zahlte 2,8 Mio. Euro ein, die Kärntner Hypo eine Million, die Strabag 300.000 Euro, weitere 400.000 in vier Jahresraten. Der Zweck der Privatstiftung laut Stiftungsurkunde: "Zweck der Stiftung ist die bestmögliche Förderung des Gemeinwohles des Bundeslandes Kärnten..." Aufsichtsratsvorsitzender ist der jeweilige Landeshauptmann, seit dem Tod Haiders 2008 also Gerhard Dörfler. Vorstand der Stiftung sind die Vorstände der Kärntner Landesholding, Hans-Jörg Megymorezc und Gert Xander, die beide aus der Hypo kommen. Im Aufsichtsrat sitzt auch FPK-Finanzlandesrat Harald Dobernig.

    Vorzugsaktien sollten Eigenkapital stärken

    Die Stiftung hat sich - wie auch die Flick-Stiftung unter ihrem damaligen Vorstand Kulterer, Kika-Chef und langjähriger Hypo-Aufsichtsratschef Herbert Koch und viele andere - Vorzugsaktien der Hypo-Leasing gekauft. Mit dem Verkauf dieser Aktien wollte Kulterer im Jahr 2006 die dünne Eigenkapitaldecke der Bank verbessern, rund 200 Mio. Euro wurden auf diese Weise eingesammelt. Allerdings offenbar erst, nachdem den Geldgebern eine Put-Option eingeräumt wurde. Experten zufolge könnte das Ausweisen dieses Geldes als Eigenkapital in der Bilanz als Bilanzfälschung gewertet werden, ein Delikt, das Kulterer im Zusammenhang mit den Swap-Verlusten des Jahres 2004 bereits einmal eine Verurteilung eingebracht hat.

    Bankenaufsicht schlug Alarm

    Die Bank hatte vor dem Verkauf der Leasing-Aktien schon zweimal auf ähnliche Weise Kapital organisiert. Damals waren die Put-Optionen Vertragsbestandteil gewesen, die Bankenaufsicht schlug Alarm, da dieses Geld nicht als Eigenkapital in die Bilanz eingebucht hätte werden dürfen. Offenbar um dieses Problem zu umgehen, wurde das Verkaufsrecht für die Investoren diesmal nicht in die Verträge geschrieben, sondern in sogenannten Side-Letters. Jener Notar, der die Side-Letters ausgearbeitet und die Unterschriften beglaubigt hat, soll, so der "Kurier", diese auf Anweisung des Vorstandes vernichtet haben. Wie schon bei den Kapitalerhöhungen davor, liefen die Geschäfte über Liechtenstein.

    Wirtschaftsprüfer warnten vor falscher Verbuchung

    Im Dezember 2006 warnte ein Gutachten eines Wirtschaftsprüfers den Bankvorstand, dass das Geld nicht als Eigenkapital verbucht werden dürfe, eine Reaktion der Bank-Verantwortlichen blieb aus. Im September 2008 verfassten zwei Mitarbeiter der Hypo-Rechtsabteilung einen Aktenvermerk, in dem auch sie auf das Problem hinwiesen. Sie empfahlen einen Rückkauf, der auch umgehend beschlossen und Anfang 2009 umgesetzt wurde. Knapp davor hatte sich der damalige Hypo-Vorstand Tilo Berlin 900 Mio. Euro Ergänzungskapital aus dem Bankenrettungspaket des Bundes geholt. Eine Meldung an die Finanzmarktaufsicht über die Vorgänge unterblieb allerdings.

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