Das gehört wohl zu den Dingen dieser Welt, die ich nie durchschauen werde. Was bewegt eine Ingrid Flick, steinreich und von der man wohl annehmen darf daß sie sich von erfahrenen Finanzern und Juristen beraten läßt, dazu sich wegen (vergleichsweise) der paar Netsch auf so eine Räuberpistole einzulassen?
nehmen ja, geben (steuern) nie! da wird abgestaubt, was abzustauben ist!
die geschichte ihres "schwiegervaters", der der ab 1933 nur noch die nazis gesponsert hatte und der nach dem krieg "wegen Sklavenarbeit, Verschleppung zur Sklavenarbeit, Ausplünderung der besetzten Gebiete und Teilnahme an Verbrechen der SS zu sieben Jahren Haft verurteilt" worden ist, wovon er drei jahre abgesessen hat, findest du hier
und die "sponsortätigkeit" ihres mannes und warum er das gemacht hat, kannst du nachlesen hier (ich kann mich gut daran erinnern, weil eberhard von brauchitsch damals "vorsitzender des deutschen freundeskreises der universität riggiu" und daher oft ebendort gewesen ist und "die landschaft" gepflegt hat).
und warum hat sich ihr mann gegen lebensende in österreich niedergelassen und sein vermögen in eine österreichische stiftung eingebracht ? weil es am wörthersee so schön ist ? sicher, auch deswegen.
und ihre berater ? das sind dieselben leute (rechtsanwälte, wirtschaftstreuhänder), die bei der hype alpe adria ein- und ausgegangen sind und selbst "mitten drinnen sind" in diesem bubenstück.
wenn diese figuren je wirklich zur verantwortung gezogen werden, dann mach´ ich ein fass auf.
APROPOS "LANDSCHAFTSPFLEGE" auf die Kartnigsche Art:
"Die Sache mit den Kartenmanipulationen lief recht einfach und effektiv: Von den verkauften Eintrittskarten wurde ein Teil der einkassierten Gelder abgezweigt, womit Sturmspieler schwarz ausbezahlt wurden. Kartnig behauptet jetzt, er habe davon zwar gewusst, mit den Auszahlungen aber nichts zu tun gehabt. Wer es wie organisiert habe, wisse er nicht. Keine Ahnung. 2,4 Millionen Euro seien jedenfalls auf diese Weise zurückbehalten worden, sagt Staatsanwalt Johannes Winklhofer. Kartnig hat die Sache ohnehin nie ganz ernst genommen. Er sei immer davon ausgegangen, dass dieses Schwarzgeldsystem nicht auffliegen werde. Außerdem sei es durchaus Usus, dass Profivereine, wenn sie Geldprobleme hätten, bei der Finanz eine "gütige Lösung" bekämen."
"Ganz dezente Hilfe bei der Füllung von Erinnerungslücken bot ihm dann der Richter bei der Aufarbeitung "privater Dinge" an.
Richter: "Sagt Ihnen das Hotel Trofana Royal in Ischgl etwas?
Kartnig: Ähhh?"
Richter: "Sie haben dort Kunden eingeladen."
Kartnig. "Ach ja, mit denen ich Geschäfte mache."
Richter: "Auch Politiker?"
Kartnig lachend: "Der Grasser war net dabei."
Richter: "Kennen Sie ihn?"
Kartnig: "Ja sicher, kenn ich den Karl Grasser. Ich hab ja damals interveniert bei ihm. Wenn es geklappt hätte - aber er hat nicht rechtzeitig zurückgerufen -, wäre Sturm net in Konkurs gegangen." Kartnig sagt, er habe damit gerechnet, dass ihm Grasser bei den Steuerschulden , die Sturm hatte, helfen werde.
Kartnig gibt dann zu, dass er den ehemaligen ÖVP-Politiker Gerhard Hirschmann nach Ischgl eingeladen hatte. Ins Trofana Royal. Ein Fünf-Sterne-Superior-Hotel, laut Prospekt ein "Tempel der Genüsse mit bestem Ruf, das beste Skihotel der Welt". Die beste Flasche Rotwein La Tâche Grand Cru aus dem Burgund gibt's hier um 3500 Euro. Für vier Personen zahlte Kartnig für ein verlängertes Wochenende rund 15.000 Euro. Kartnig: "Aber net unterstellen, dass Hirschmann uns deswegen Geld gegeben hat. Der Doktor Hirschmann ist ein Ehrenmann. Der nimmt nichts." Richter Buchgraber hatte zuvor darauf angespielt, dass Hirschmann als Sportlandesrat auch für die Förderungen von Sturm zuständig war.
Auf der Rechnung stand auch eine "Beautybehandlung" des ehemaligen VP-Politikers Hirschmann. "Blödsinn" sagt Kartnig, das sei nur wegen der Steuer angeführt gewesen. Kartnig wollte den Ausflug unter dem Titel "Anbahnung Hirschmann" von der Steuer absetzen. Erfolglos.
Pröll zu Gast bei Kartnig
Jene Hirschmanns ist nicht die einzige Politikereinladung. Kartnig zeigte sich auch der ehemaligen Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll sowie dem ehemaligen ORF-Sportchef Elmar Oberhauser gegenüber äußerst generös. Er lud sie alle zur Grazer Opernredoute samt Bewirtung ein. "Warum Pröll?", fragt der Richter. Kartnig: "Na ja, ich dachte, ich krieg dann Aufträge für die Wahl- und Tourismuswerbung." Ja, er habe alles bezahlt, von der Finanz sei das aber nicht anerkannt worden."