Ich denke das hat sich mit der zeit einfach so ergeben, oder hat etwas mit dem dialekt zu tun. Ich bin zuwenig schweizerin um das erklären zu können.
"Zürcher" statt "Züricher" zu sagen, geht auf einen der größten Bürger dieser Stadt zurück, auf den Reformator Huldrych Zwingli, der - gerade einmal fünfzehn Jahre alt - als "Udalricus Zwinglij de Glaris" an der Universität Wien Theologie zu studieren begonnen und dieses Studium dann in Basel abgeschlossen hat.
1524 bis 1529 übersetzte er die Bibel aus dem Griechischen und Hebräischen neu, fünf Jahre vor Luther!
Dazu war der große Reformator Zwingli, der sich erfolgreich gegen das Fasten und den Zölibat aufgelehnt hatte, nur deshalb in der Lage, weil er in sich in den Jahren zuvor als junger Priester im langweiligen Glarus intensiv mit den Werken der antiken Klassiker befasste und dabei Altgriechisch lernte.
Insbesondere die Hexameter der Ilias und der Odyssee des Homer, sowie Hesiods Theogonie sollen es ihm angetan haben und dabei soll er sich das reimbedingte Verschlucken von Silben oder Vokalen wie "I" angewöhnt und seine Übersetzung deshalb und zu Ehren der antiken Literatur "Zürcher Bibel" genannt haben.
Und die Einwohner Zürichs ihrerseits haben Zwingli zu Ehren diese Gewohnheit angenommen und beibehalten und nennen bis heute ihr Geschnetzeltes, ihre "Neue Zeitung" usw eben "Zürcher" und nicht "Züricher".
Gerne geschehen, carissima TsaTsa.