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PROFIL (inkl. Briefe des EU-Wettbewerbskommissars an Fekter):
"Wie man eine Bank nicht privatisiert. Vor bald fünf Jahren nahm die Hypo Alpe-Adria das erste Mal Staatshilfe im Rahmen des Bankenpakets in Anspruch, Ende 2009 wurde sie notverstaatlicht. Seit 2008 musste die Republik in Summe 2,2 Milliarden Euro nach Kärnten schicken," (Anm: für die gesamte Justiz hat die Republik 2012 1,2 Milliarden ausgegeben) "um die Bank vor dem Kollaps zu bewahren. Noch heuer sollen weitere 600 Millionen Euro fließen. Dazu kommen noch 1,6 Milliarden Euro an staatlichen Garantien für Anleihen. Im Gegenzug verpflichtete sich die Koalition gegenüber der Europäischen Union, das Kreditinstitut alsbald, spätestens aber bis Ende 2013, wieder zu privatisieren.
Doch Österreich – genauer: Finanzministerin Fekter – ging die Sache sehr gemächlich an. So gemächlich, dass der zuständige EU-Kommissar Joaquín Almunia im März dieses Jahres einen geharnischten Brief aufsetzte. Darin stellte er der Ministerin ein Ultimatum: Verkauf der „operativen“ Einheiten bis Ende 2013 oder die verordnete Schließung der Bank, was nach Berechnungen der Nationalbank Ausfälle in der Höhe von bis zu 16 Milliarden Euro nach sich zöge."