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  3. VincenteCleruzio

Beiträge von VincenteCleruzio

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 3. Mai 2013 um 15:14
    Zitat von RexKramer

    Oha, der Neoliberalismus also. Na dann kann's ja nur böse sein...


    Bei Gelegenheit werde ich dieses Buch lesen und Dir dann berichten, ob sich die Erkenntnisse des Autors mit meinen Wahrnehmungen decken, die da vor allem auf dem Gebiet des Wirtschaftens lauten: Seit Maggie Thatcher werden juristische und ethische Regeln des Wirtschaftens systematisch abgebaut mit dem Ziel "Mehr Freiheit" für die im Regelfall ausschließlich profitorientierten Akteure: "Anything goes" ist die moderne englische Übersetzung des altfranzösischen "laissez faire, lassez passer!" aus dem 18. Jahrhundert.

    Vor dem Hintergrund dieses Wandels ethischer und auch juristischer Normen sind auch die Marketingaktionen von Red Bull zu sehen. Zwecks Promotion des neuen (Jugend)Telefontarifs "RED BULL MOBILE" veranlasst RED BULL seinen RED-BULL-Vertragsbasejumper Ueli Gegenschatz für Geld sein Leben aufs Spiel zu setzen bei einem Basejump vom relativ niedrigen Tower der Vertrags-Telefongesellschaft "Sunrise". Und die moderne (neo)liberale Frage dazu lautet: Wo soll da RED BULL ein ethisches oder gar rechtliches Problem haben, wenn der Basejumper dabei ums Leben kommt?

    Die noch aus der Zeit lange, lange vor Maggie Thatcher stammende Wegehalterhaftung (§ 1319a ABGB) hat mich während meines rund zwanzigjährigen Hausverwalterdaseins hier in Riggiu - als Lohn haben mir die Miteigentümer zwei große Bier/Jahr gezahlt - im Winter dazu veranlasst, jedenfalls dienstags noch nach Mitternacht dafür zu sorgen, dass die rund 20 Meter des völlig ebenen mit Waschbetonplatten belegten Wegs von der Hoftüre zum Müllhäuschen schnee- und eisfrei oder wenigstens gut gestreut sind, damit keiner der erwachsenen, mündigen, mit dem Hochrisiko des Gehens auf schnee- und eisbedeckten ebenen Wegen bestens vertrauten und darin auch geübten Müllmänner um halb sechs Uhr in der Früh ausrutscht und sich am Körper verletzt. Damit wollte ich nicht nur Schaden von den Müllmännern fern halten, sondern auch vermeiden, dass ich als Hausverwalter wegen grob fahrlässiger oder gar vorsätzlicher Verletzung der "Streupflicht" von einem Zivilgericht zum Schadenersatz verdonnert und wegen fahrlässiger Körperverletzung vom Strafrichter bestraft werde.

    Bei Maggie Thatcher, angesichts des auch ethisch völlig unbedenklichen, gelegentlich sogar tödlichen Eventmarketings von RED BULLmuss es sich bei dieser "Wegehalterhaftung" doch um völlig überzogene, altkommunistische Rechtsnormen handeln! Den Müllmännern und sonstigen Ausrutschgefährdeten sei ins Stammbuch geschrieben: "No risk, no fun! You have only one Life. Live it! Slip out and feel You! Und wenn Euch dieses minimale Risiko auch noch zu groß ist, bleibt stehen (und lasst die Tonnen stehen). Oder sucht Euch eine weniger gefährliche Hackn, Ihr Luschn!"

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 3. Mai 2013 um 10:37

    Heute im STANDARD über das neue Buch des Jugendforschers Heinzlmaier: "Sein neues Buch Performer, Styler, Egoisten ist aber mehr als ein Substrat der Studien, die das von ihm mitgegründete Institut für Jugendkulturforschung im letzten Jahrzehnt erstellt hat. Es geht um eine "Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben", und es ist eine Streitschrift gegen die "Verdummungstendenzen" des Neoliberalismus." DER STANDARD

    Meine Antworten auf die vielen Fragen von REX und donald später, hab´ jetzt "keine Zeit, muss die Erdbeeren gießen".

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 2. Mai 2013 um 13:26
    Zitat von DieblaueRapunzl


    ... müsste man nach der logik des ARD nicht auch hergehen und jede automarke für div. unfälle mit zu schneller geschwindigkeit verantwortlich machen?...


    ein letzter Versuch, die Sache auf den Punkt zu bringen:

    Kennst Du ein Unternehmen, das, sagen wir, Grillgeräte verkauft, und zum Zweck der Steigerung des Absatzes der Grillgeräte für die Zielgruppe der Grillgeräterkäufer, das sind in erster Linie 30 bis 50jährige Männer, Gangbangs ohne Kondome veranstaltet, an denen jeweils eine Teilnehmerin für die Männer unerkennbar HIV-positiv ist, und diese Events filmt und auf sämtlichen Werbekanälen dieser Welt zum Zwecke der Dauerwerbung ausstrahlen lässt? Und damit der richtige Schuss Zynismus nicht zu kurz kommt werden diese "Marketingevents" veranstaltet unter dem und die Werbefilme betitelt mit dem Motto: "YOU HAVE ONE LIFE. LIVE IT".

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 2. Mai 2013 um 11:37
    Zitat von donald


    PS: noch der vollständigkeit halber, im online standard gab es eine kommentar über den bildbericht
    http://derstandard.at/1363709639188/…te-von-Red-Bull

    "Red Bull engagiert sich im Extremsport und der ist gefährlich. Die Dokumentation will uns suggerieren, dass dies moralisch verwerflich sei. Aber warum eigentlich? Wir sprechen von mündigen Sportlern, denen Red Bull die Möglichkeit liefert, ihren Traum zu leben. Und davon zu leben. Ein Gegengeschäft, alle Beteiligten sind einverstanden, das Risiko ist kein Geheimnis. Natürlich entsteht dadurch eine Drucksituation: Will man weiter von Red Bull unterstützt werden, muss man spektakuläre Bilder liefern. Aber jeder Sprung, und ist er noch so waghalsig, ist am Ende eine persönliche Entscheidung."

    Der STANDARD-Autor gibt eine richtige Antwort auf seine Frage und versteht trotzdem nicht, warum die Aktivitäten von RED BULL "moralisch" (gemeint: ethisch) "verwerflich" sind. Adrenalinsüchtige Extremsportler in ihrem lebensgefährlichen Tun finanziell zu unterstützen und sie so dem Druck auszusetzen, immer noch spektakulärere Bilder durch immer noch gefährlichere Stunts zu liefern, ist das (O-Ton ARD-Doku) "unerträgliche Symbol für den Zynismus und die Perversion des Eventmarketing" "

    Ich sitze seit vielen Jahren in der Ethikkommission einer Medizinischen Universität und prüfe zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen einmal pro Monat, ob medizinische (Arzneimittel-, Medizinprodukte-, Grundlagen-)Forschung an gesunden oder kranken Menschen ethisch vertretbar ist, insbesondere ob der vom Forscher in Aussicht gestellte medizinische Fortschritt bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten für den Studienteilnehmer oder für andere, künftig kranke Menschen das Risiko des (im Regelfall) mündigen und ausreichend über die Risiken aufgeklärten Studienteilnehmers rechtfertigt, das zB mit der Einnahme des experimentellen Studienarzneimittels einhergeht.

    Dabei achten wir peinlich darauf, dass die Entscheidung des potentiellen Studienteilnehmers nicht durch finanzielle Vorteile beeinflusst wird, die ihm der Sponsor der Studie, meist ein Pharmakonzern, in Aussicht stellt. Und mag dieser finanzielle Vorteil noch so gering sein. Wir wissen, dass auch deswegen besonders riskante medizinische Studien in (Dritte-Welt)Länder ausgelagert werden, in denen (für dortige Verhältnisse hohe) finanzielle Anreize für die Teilnahme an besonders riskanten Studien geboten und gewährt werden.

    Wäre der anfangs der ARD-Doku gezeigte "Basejump" des über sämtliche Gefahren ausreichend aufgeklärten und personenschadenversicherten Ueli Gegenschatz Teil einer klinischen Studie zur Verbesserung der chirurgischen und notfallärztlichen Aktuversorgung bei Basejump-Verletzungen, würde keine Ethikkommission dieser Welt, die diesen Namen verdient, diese Studie für ethisch unbedenklich erachten und zulassen.

    Solche "Stunts" zum Gaudium der sensationsgierigen Werbekundschaft von RED BULL und zur Steigerung des Profits von RED BULL "moralisch" (gemeint "ethisch") für "vertretbar" zu halten, sei dem Autor des STANDARD_Artikels und den anderen modernen Anhängern des "laissez faire, laisser passer" in der Wirtschaft vorbehalten.

    Nachtisch von gestern:

    "Von Salzburg aus war ein erfahrener Pilot der Flying-Bulls-Staffel mit der Bede BD-5J – dem zweitkleinsten Flugzeug der Welt – zum Schlitterer Fullgas-Tag (auf Denglisch auch: "VOLL-THROTTLE-DAY" des ewigen Benzinbruders Kinigader (sein Bruder ist seit einem Motocrossunfall querschnittgelähmt) zu einer programmgemäßen Flugshow aufgebrochen. Das Fest erreichte er jedoch nicht mehr." Weiter geht es hier: http://www.tt.com/Tirol/6509480-2/auf-flug-zur-red-bull-show--mit-bond-jet-tödlich-abgestürzt.csp - TIROL HEUTE hat gestern ausführlich sowohl vom Flugzeugabsturz, als auch vom Gummi-Gummi-Red-Bull-KTM-Benzin-Spektakel berichtet; und zwar in zwei getrennten Berichten und mit keinem Wort gesagt, dass der Pilot des Micro-Jets unterwegs gewesen ist, dort seine Show abzuliefern: Die "dunkle Seite" dieser KTM-RED-BULL-1. Mai-Feier hat der ORF TIROL verschwiegen.

    Weiß wer, wie man beim Full-Throttle-Day im Zillertal das Ausbleiben des Displays des sehr wahrscheinlich im Programmheft angekündigten Micro-Jets erklärt hat? Hat man dem Publikum vom Absturz des Jets auf dem Weg zum Gummi-Benzin-Spektakel und vom Tod des Piloten berichtet und dann den Full-Throttle-Day vorzeitig beendet? Oder hat man all das verschwiegen oder nach einer Lüge über das Ausbleiben des Micro-Jets die Show weiter laufen lassen?

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 2. Mai 2013 um 01:14
    Zitat von RexKramer

    Wie soll die Gefährlichkeit der verschiedenen Extremsportarten gemessen werden? Zählen dabei nur Tote oder auch Schwerverletzte? Wie willst du sicherstellen, dass eventuelle Reglementierungen bzw. Verbote über verschiedene gefährliche Aktivitäten konsistent sind? Ist Wingsuitfliegen gefährlicher als Basejumpen oder 8000er Besteigen?
    Soll man Reiseveranstalter, die Bergsteigen im Himalaya anbieten verklagen können, weil einer abstürzt und die Gletscherspalte nicht gesichert war?

    Was in einer Gesellschaft (auch vom Strafrecht) an "negativen externen Effekten" welchen Handelns auch immer noch toleriert wird und was nicht mehr, das wird unter den Mitgliedern der Gesellschaft immer wieder neu ausverhandelt und unterliegt im Laufe der Zeit daher dem Wandel. Dass dabei Gleiches nicht immer gleich geregelt wird, ist betrüblich, aber wegen der vielfältigen unterschiedlichen Interessen und der jeweiligen politischen Gewichte der Akteure schwer zu vermeiden - Alkohol darf in Österreich mit seiner potenten Weinwirtschaft von Erwachsenen ohne jedes Limit straffrei besessen (und getrunken) werden, das nicht gefährlichere Haschisch dagegen nicht. Ob diese Ungleichbehandlung sachlich gerechtfertigt ist, darüber lässt sich streiten und wird trefflich gestritten.

    Ich habe keine Ahnung, wie die Gefährlichkeit verschiedener Extremsportarten gemessen werden kann, die Zahl der Toten und (Schwer)Verletzten ist sicher ein Indikator für die jeweilige Gefährlichkeit. Wenn die Zahl der Toten und (Schwer)Verletzten einer bestimmten Sportart steigt, der auch kein besonderer (ökonomischer, gesundheitlicher) Wert für die Gesellschaft und ihre Mitglieder beigemessen wird, dann wird die Gesellschaft dies früher oder später auch im Hinblick auf die Versorgung der Kinder und sonstigen Angehörigen dieser Extremsportler für so unerträglich halten, dass sie darauf reagiert. Den Wert von Extremsportarten wie Basejumpen oder der Tieffliegerei in textilen Fluganzügen für die Gesellschaft würde ich mit "gegen NULL" ansetzen - das kann man vom Bergsteigen und -wandern und von den Reiseveranstaltern mit diesen Sportarten im Angebot nicht sagen, bei denen sich nicht nur einige wenige Knallköpfe, sondern viele Menschen entspannen und ihre Körper ertüchtigen. Deshalb werden Veranstalter lebensgefährlicher Events ohne besonderen Nutzen für die Gesellschaft und ihre Mitglieder, wenn es immer wieder zu Toten und (Schwer)Verletzten kommt, früher oder später in die Pflicht genommen und zu Sicherheitsmaßnahmen gezwungen werden, wenn bestimmte Dinge nicht gar verboten werden. Das ist nur eine Frage der Zeit. Da sind schon andere Schwergewichte als RED BULL in die Knie gezwungen worden.

    Als Anfang der Siebzigerjahre in Österreich die Zahl der Verkehrstoten Jahr für Jahr die Zahl von 2.000 überschritten hatte und noch mehr Menschen wegen Verkehrsunfällen im Krankenhaus gelandet sind, haben verantwortungsbewusste Politiker nicht mehr länger mit einem lässigen "laissez faire, laissez passer" auf den Lippen zugeschaut, sondern mit Hilfe der Parlamente gegen die wirtschaftlich und politisch mächtigen Produzenten von PKWs durchgesetzt, dass sie ihre Fahrzeuge sicherer machen und zB Sicherheitsgurte in ihre Produkte einbauen. Und dann hat man trotz heftigen Widerstands der politisch mächtigen und chronisch unvernünftigen Autofahrerklubs auch dagegen dem Autofahrer, der keinen Sicherheitsgurt anlegen, sondern bei einem Unfall lieber sterben oder im Krankenhaus landen wollte, zunächst den Anspruch auf Schmerzensgeld gestrichen. Und schließlich ist man dann dazu übergegangen, weil diese milde und subtile Methode der Verhaltenssteuerung nicht wirklich gut funktioniert hat, Verwaltungsstrafen anzudrohen und durch die Mitarbeiter des Innenministeriums einheben zu lassen. Bis heute und immer wieder.

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 1. Mai 2013 um 23:33
    Zitat von RexKramer


    Vincente, deine Besorgnis um die negative Signalwirkung der von Red Bull gepushten Extremsportmaschinerie und deren medialer Verwertung sei dir zugestanden, aber du bist in deinem Eifer wirklich inkonsistent. Bei alpinen Skirennen wie @Blauwurzn anmerkt gibt es auch hin und wieder Tote, Querschnittgelähmte usw. und es gibt auch genug gewinnmaximierende Profiteure solcher Spektakel. Und die Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen.

    Der Vorwurf der Inkonsistenz geht daneben, weil ich mich zu Schirennen etc bis zu diesem Deinen Posting jetzt (und zu dem von Blauwurzen) gar nicht geäußert hatte. Zu Deinem für mich nach wie vor nicht nachvollziehbaren Vergleich der RED BULL Aktivitäten mit dem Schitourengehen fällt mir auch nach langem Nachdenken immer noch kein Hersteller von Tourenschiausrüstung etc und kein Veranstalter von Schitouren ein, der zB mit Schitouren durch akut lawinenfährliche Hänge Reklame für seine Produkte machte. Darauf hast mir noch nicht geantwortet.


    Zitat von RexKramer


    Du bist ja auch ein Liebhaber guter Tropfen so viel ich weiß...der Alkoholge- und -mißbrauch wird von unzähligen, gewinnmaximierenden Unternehmen erst ermöglicht. Wo bleibt dein Ruf nach dem Staatsanwalt wenn wieder mal ein Tschecherant zu früh in die Grube torkelt?

    Ich bin ein Liebhaber guter Tropfen, vor allem erstklassige, ich meine wirklich erstklassige Tees haben es mir seit vielen Jahren angetan (heute Nachmittag habe ich einige Tassen der letzte Woche vom Hause http://www.mariagefreres.com aus Paris nach Riggiu verfrachteten rauchigen russischen Mischung "TSAR ALEXANDRE" genossen; morgen wird es wieder die Assam-Darjeeling-Mischung DONYI POLO sein, die mir das Dasein versüßt). Die letzten Biere sind bei der Jahresversammlung des EC NEWCOMERS vor gefühlt drei Wochen geflossen und seither habe ich mit meiner Frau zu einem Bärlauchrisotto eine ganze Flasche Weißwein Grüner Veltliner aus Poysdorf vernichtet. Das war es auch schon, was den Alkohol in meinem Leben anbelangt.

    Aber BTT: Welches Marketingunternehmen, um nicht weiter auch Deiner Themenverfehlung zu frönen, propagiert - es geht ja nicht um das Ermöglichen von gefährlichem TUN, dazu brauchen zB Basejumper RED BULL wirklich nicht -, also welches Unternehmen sonst macht in seinem Streben nach Profit so wie RED BULL mit offensichtlich gesundheits-, ja, lebensgefährlichen Events Reklame für seine Produkte und veranstaltet zu diesem Zweck auch solche gesundheits- und lebensgefährlichen Events auch für die breite Masse? Ich kenne auch keinen Bier-, Schnaps-, Weinproduzenten, der in seinen Werbekampagnen den gesundheits- oder gar lebensgefährlichen Alkoholkonsum propagiert.

    Zitat von RexKramer


    Ich wiederhole mich, aber der Deal zwischen Red Bull und den Extremsportlern ist klar und aus Perspektive beider Seiten schlüssig. Es gibt Geld, logistische Unterstützung und Ruhm gegen die Rechte an den Bildern von den Stunts, die diese Freaks wenn nicht mit Red Bull Unterstützung, dann halt in Eigenregie machen würden. Ob das sicherer wäre?

    Kann ich Dir wenigstens das Zugeständnis abringen, dass RED BULL durch sein Einsteigen in diverse "Extremsportarten" wie Basejumpen und durch die Vermarktung solch lebensgefährlichen Tuns durch millionenschwere Dauerwerbung auf sämtlich verfügbaren Werbekanälen dieser Welt, die auf junge, mangels Lebenserfahrung noch sehr risikobereite Menschen zielt, wenigstens keinen Beitrag zur Reduktion solch lebensmüden Tuns leistet?

    Zitat von RexKramer


    Ob das Motov von Red Bull der Profit ist oder irgendwas anderes ist völlig unerheblich.

    Für mich ist das nicht völlig unerheblich: Für mich macht es einen Unterschied, ob zB ein Bergretter sein Leben riskiert, um einem Schitourengeher aus Bergnot zu helfen, oder ein Extremsportler, der auf seine Frau und seine (ungeborenen) Kinder scheißt und zu seinem Ruhme und Profit und zum Ruhme und Profit von RED BULL in seinem RED BULL WINGSUIT an einem Felsen zerschellt, um sich und der Werbekundschaft von RED BULL "Sinn fürs Leben" zu geben.

    Auch für die Marketingabteilung von RED BULL ist das Motiv anscheinend extrem wichtig, wird sie in dieser ARD-Doku doch nicht müde zu betonen, dass es RED BULL immer nur darum gegangen ist, jungen Menschen beim Verwirklichen ihrer Träume zu helfen.

    Zitat von RexKramer


    Das Wort hat einen negativen Spin bekommen, "Profitmaximierung" wird für alle Übel dieser Welt verantwortlich gemacht. Aus ökonomischer Sicht muss man sich Fragen, ob es einen negativen externen Effekt aus den Aktivitäten von Red Bull gibt, der einen Eingriff rechtfertigt. Den mag es auf einer schwer zu fassenden kulturellen Ebene geben (die Abstumpfung der gelangweilten Spaßgesellschaft) aber dann hat es sich auch schon. Red Bulls Engagement im Extremsport hat die Anzahl der Basejump, Freeride usw. Toten und Verletzten nicht epidemisch nach oben getrieben, das ist immer noch eine Sache für eine ganz kleine Zahl von Verrückten.

    Gott sei Dank sind erst wenige Menschen direkt bei RED BULL Marketingevents zu Tode gekommen. "Negative externe Effekte" des wirtschaftlichen Tuns von RED BULL durch Nachahmungsverhalten wird es auch geben, Kausalzusammenhänge wissenschaftlich exakt nachzuweisen ist schwer.

    Zitat von RexKramer


    Wenn man das mit dem Wirken zB der Tabak und Alkoholindustrie vergleicht...

    Nicht auf die Waffenindustrie und ihr Wirken vergessen, die relativiert sogar Lungenkrebs, Leberzirrhose und Morbus Korsakow zusammen.

    Zitat von RexKramer


    Man kann aus x Gründen das Agieren von Red Bull nicht mögen, aber der Staatsanwalt und die Sannktionsgewalt des Staates ist definitiv nicht das geeignete Korrektiv dafür.

    Das haben ÖSV-Funktionäre auch ganz empört gesagt, als die ersten Strafverfahren gegen Veranstalter von Schirennen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen gegeben hat, weil sie es unterlassen haben, die Rennpisten gehörig abzusichern. Nicht zuletzt diese Strafverfahren haben diesen Herrschaften auf die Sprünge geholfen und zu Sicherheitsaktivitäten veranlasst, die sie vorher aus welchen Gründen auch immer nicht für nötig gehalten haben.

    Zitat von RexKramer


    Und in einer Welt in der's so wäre möcht' ich nicht leben.


    Du lebst, wie gesagt, schon in dieser Welt. Du hast es nur nicht gewusst. Noch ein paar Tote mehr bei RED BULL Marketingevents und noch ein bisschen mehr Berichterstattung darüber, dann - wirst schon sehen - kommt das Strafrecht schon noch zum zum Einsatz.

    Zitat von RexKramer


    Der Schritt dass dann aus "Profitmaximierung" verbreitete schlechte Musik, ungesundes Essen, etc.verboten wird und die Anbieter vor den Kadi gezerrt werden ist fürchte ich nicht sehr groß.

    Der Vergleich mit "schlechter Musik" ist - ich hab den Vergleich mit dem Schitourengehen für einen unbedachten Ausrutscher gehalten -, verzeih, zu billige Polemik, um darauf ernsthaft einzugehen. Strafbewehrte Verbote großer Gebinde von süchtig machendem Zuckerwasser (Cola und Co) in Fastfoodrestaurants und Extra-Steuern im ursprünglichen Sinne des Wortes für diese Getränke gibt es schon. Extra-Steuern auf zu fettes Fastfoodessen sind meines Wissens auf den TO-DO-Listen von Gesundheitspolitikern auch bereits ganz oben.

    Das bringt das "Laissez faire, laisser passer" beim Wirtschaften, wenn jedes Maß und Ziel verloren geht, so mit sich.

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 1. Mai 2013 um 21:11
    Zitat von Blauwurzn

    ...dann müssen wir das Hahnenkammrennen aber auch verbieten, oder wo ist da der Unterschied?


    Wie oben schon gesagt, macht die Dosis (an Lebensgefahr) den Unterschied aus: Ein Ritt auf zwei Schiern die Mausefalle hinunter versus einem RED BULL PROXIMITY FLIGHT in einem RED BULL WINGSUIT durch eine - wie in der ARD-Doku gezeigt - Felsscharte mit 180 km/h knapp über dem Boden, der sich eben gerade nicht ausgegangen ist (die in wenigen Jahren 38 Toten ebendort würden mich zB als Bürgermeister dieses Orts kreativ werden lassen).

    Und es hat in den letzten Jahren bekanntlich schon einige Strafverfahren und Verurteilungen bzw diversionelle Erledigungen gegeben gegen Veranstalter von Schirennen wegen der Unterlassung der Absicherung gefährlicher Hindernisse in Sturzräumen oder von Abhängen, wenn Rennläufer dort zu Schaden gekommen sind.

    Bei einigen der in der ARD-Doku gezeigten tödlichen "Marketingevents" von RED BULL ist man von so etwas wie Absicherungen noch Lichtjahre entfernt.

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 1. Mai 2013 um 18:58
    Zitat von ländlar

    @VC

    Natürlich wird der arme Schweizer Basejumper bei seinem 300+ ten Sprung vor Angst gezittert haben ob der unglaublichen Gefahr die vom Sprung dieses mittelhohen Gebäudes gedroht hat. Trotzdem kann ihn auch sein Arbeitgeber nicht zwingen hier zu springen.
    Außerdem war er sicher auch in den "Entwicklungsprozess" dieses Stunts eingebunden.

    Der Mensch handelt absolut in eigener Verantwortung. Leider wird in unserer Gesellschaft ebendiese so oft als möglich an andere Abgeschoben.


    Habe ich mit einem Wort den bei RED BULL Marketingveranstaltungen gestorbenen erwachsenen "Extremsportlern" die Verantwortung für ihr Tun und für ihr Leben und für das Leben ihrer Frauen, ihrer (ungeborenen) Kinder und ihrer Angehörigen und Freundinnen und Freunde abgesprochen?

    Thema hier ist nicht ihre Rolle, sondern die Rolle vom Unternehmen RED BULL, das aus Proftstreben auch Events veranstaltet und vermarktet, bei denen akute Lebensgefahr für die Teilnehmer dieser Veranstaltungen besteht, mit der Tendenz zur Steigerung des Risikos und Nervenkitzels, nach der die um sich greifende Gleichgültigkeit gegenüber der Gesundheit und dem Leben anderer giert.

    Wenn RED BULL nur Arbeitgeber und die Teilnehmer dieser lebensgefährlichen Events nur Arbeitnehmer wären, dann würden die ebenfalls - ein "Hoch dem Tag der Arbeit, ein Hoch dem 1. Mai" - mühsam erkämpften Arbeitnehmerschutzbestimmungen greifen und solche Veranstaltungen schlicht und ergreifend nicht stattfinden dürfen.

    Tatsächlich sind die Beziehungen zwischen RED BULL und den Teilnehmern seiner gefährlichen Marketingevents durch gefinkelte juristische Verträge so geregelt, dass der Teilnehmer jede Verantwortung für sein Tun und dessen Folgen und dass RED BULL keine Verantwortung dafür trägt (ich kenne solche Verträge, weil ich schon vor Jahren - etwas so Harmloses wie der "Red Bull White Rush" hat mich dazu inspiriert - eine Dissertation über die straf- und zivilrechtliche Haftung des Veranstalters solcher Events initiiert und betreut habe).

    Irgendwann und irgendwo wird ein Staatsanwalt schon einmal aufwachen und sich ernsthaft die Frage stellen, ob es wirklich im Interesse der Allgemeinheit und daher straflos ist, wenn es zum Zweck der Profitmaximierung durch Ausbeutung des Nervenkitzels einer immer mehr gelangweilten Spaßgesellschaft beim Dreh eines spektakulären Werbefilmchens wieder einmal einen Toten gegeben hat. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt mit jedem marketingtbedingten Toten.

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 1. Mai 2013 um 16:08
    Zitat von RexKramer


    Aber wie ist auf der Ebene der kollektiven, politischen Entscheidung festzustellen was zu viel ist und was nicht, wo wird die Grenze gesetzt und welche Gründe rechtfertigen den Eingriff in die persönliche Freiheit des Individuums?


    Diese Frage ist immer schwer zu beantworten. Und wenn die Gesetzgeber verbindliche Normen schaffen und Rechtsverstöße mit allerlei Sanktionen versehen, dann werden seine Antworten selten alle überzeugen. Letztlich ist die (politische) "Wahrheit" immer das, was intersubjektiv die meisten Menschen überzeugt; und diese "Wahrheit" ist auch immer eine "Tochter der Zeit".

    Denke nur an die mühselige Geschichte des von Gesundheitspolitikern initiierten Verbots der Werbung für Zigaretten, das gegen das aus der Aufklärung stammende und gegen den Merkantilismus und sonstige Staatsinterventionen gerichtete wirtschaftliche Credo „laissez faire, laissez passer“ gerichtet ist: Zunächst ist es diesen Gesundheitspolitikern nur gelungen, Beschränkungen der Zigarettenwerbung in Funk und Fernsehen durchzusetzen, die auf der Stelle den Einstieg der Tabakkonzerne zB in die Formel 1 umgangen worden ist, indem die F1-Autos plötzlich wie die Marlboro- und John-Players-Special-Zigarettenschachteln ausgeschaut haben. Dann sind die gesetzlichen Werbeverbote ausgedehnt worden auf die Printmedien usw und jetzt sind die Tabakkonzerne sogar gehalten, immer drastischere Warnhinweise auf die Zigarettenpackungen zu drucken: Kann mir schwer vorstellen, dass ein in der Wolle gefärbter (Wirtschafts)Liberaler damit einverstanden ist, für ihn sollen die mündigen erwachsenen Konsumenten von den Tabakkonzernen mit Werbung egal wie und wo auf die Vorzüge ihrer Produkte hingewiesen werden dürfen.

    "Laissez faire, laissez passer" ist seit Jahren wieder das Credo jedenfalls in den Lebensbereichen, die wirtschaftlich interessant = profitträchtig sind, und dem wirklich jedes und alles untergeordnet wird. Denke nur an die seit gut zehn Jahren auch in Österreich konsequent durchgezogene "Liberalisierung" des zuvor mit dem Spielerschutz gerechtfertigten Glückspielmonopols (und an den versuchten Gesetzeskauf dabei und die Untreuestrafverfahren gegen ehemalige BZÖ-Politiker und Telekommanager; die Hauptverhandlungen werden bald beginnen). Davon ist innerhalb weniger Jahre nichts mehr übrig geblieben. Der Aufschrei des Leiters der Justizanstalt für jugendliche Straftäter Gerasdorf vom Februar dieses Jahres, dass 2012 bei ihm zum ersten Mal mehr jugendliche Straftäter wegen glückspielbedingter Beschaffungskriminalität eingesessen sind (konkret rund 50 % aller Gefangenen) als sonstige (Suchtmittel-, Alkohol-)Süchtige, erreichen nur bei wenigen die Wahrnehumgsschwelle. Einige SPÖ-Politiker freilich haben auch diese Botschaft wahrgenommen und die Abschaffung des "kleinen Glückspiels" in Wien ist auch schon beschlossene Sache.

    Ein paar Tote mehr bei den Marketingbemühungen von RED BULL und bei den von RED BULL propagierten "Extremsportarten" und - vor allem - ein paar Berichte darüber mehr, und der Lack ist ab von der Dose.

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 1. Mai 2013 um 13:20
    Zitat von RexKramer

    Gegenfrage: warum nicht Motorsport und die Bewerbung und mediale Berichterstattung boykottieren oder gar verbieten? Warum nicht sämtliche Alpinsportarten inkl. Skitourengehen und die Industirien, die dahinter stehen boykotieren und verbieten? Das sind alles gefährliche Aktivitäten bei denen immer wieder Menschen ums Leben kommen und viele Unternehmen und Personen machen damit Profit.

    Wie so oft im Leben: Die Dosis (an Lebensgefahr) macht den Unterschied.

    Motorrennsport und alles, was dazu gehört (das waren noch Zeiten, als die F1-Autos wie Zigarettenschachteln ausgeschaut haben), gehört für mich in dieselbe menschenverachtende Kategorie der Profitmaximierung.

    Skitourengehen bringt unendlich vielen Menschen Entspannung und Gesundheit, auch wenn zu viele Menschen dabei umkommen. Ich kenne kein Unternehmen, das mit gesundheits- und lebensgefährlichen Schitouren wirbt.

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 1. Mai 2013 um 12:58
    Zitat von Patrick


    ... aber was hat denn bei nüchterner Betrachtung Red Bull damit zu tun? Sie unterstützen halt hunderte Sportler finanziell, damit diese ihre Träume verwirklichen können, ....

    Was hat es bei nüchterner Betrachtung mit Red Bull zu tun, wenn der Basejumper Ueli Gegenschatz vom "Sunrise-Tower" in Zürich in die Tiefe springt und sein Fallschirm das von einem Kilometer Entfernung erkennbare Logo von RED BULL und den ebenfalls von einem Kilometer Entfernung erkennbaren Schriftzug RED BULL trägt und das Ganze von Mitarbeitern aus der Werbeabteilung von RED BULL inszeniert, gefilmt wird und zu einem Werbefilm verarbeitet werden soll (wozu es dann nicht mehr gekommen ist, weil Ueli Gegenschatz dabei zu Tode gestürzt ist)?

    Nüchtern betrachtet, rein gar nichts.

    Da muss man schon voll betrunken oder sonst zugedröhnt sein,

    1. um erkennen zu können, dass der "Sunrise-Tower" in Zürich architektonisch und auch sonst mindestens ein so spektakuläres Bauwerk ist wie zB der Swiss-Re-Tower in London oder die Golden-Gate-Bridge in San Francisco, von denen jeder Basejumper unbedingt einmal in seinem Leben gehupft sein muss, um in seiner Peergroup und auch sonst Anerkennung zu finden oder gar, wie bei der basejumperischen Defloration des "Sunrise-Tower" in Zürich in die Geschichte des Basejumpings einzugehen.

    Ich bin dank meines aktuellen 1. Maivollrausch auch fest davon überzeugt, dass Ueli Gegenschatz, seitdem er vom Basejumpfieber befallen worden ist und seitdem ihn die Werbefritzen von "Sunrise" und "RED BULL" auf dieses Juwel von Architektur und von Basejumpgelegenheit aufmerksam gemacht haben, nur noch davon geträumt hat, einmal in seinem Leben vom "Sunrise-Tower" in Zürich zu hupfen und dass er, unten auf dem Asphalt angekommen mit zerschmetterter Hüfte und mit zerschmetterten Kopf und kurz bevor sein Licht erloschen ist, noch leise geröchelt hat: "Danke, danke, ihr wunderbaren Leute von Sunrise und von RED BULL, dass Ihr mir diesen, meinen letzten Jump ausgerechnet vom "Sunrise-Tower" mit einem RED BULL Fallschirm ermöglicht habt, ohne Euch wäre es mir nicht vergönnt gewesen, mein Leben bei einem RED BULL Basejump vom "Sunrise-Tower" auszuhauchen und so die Erfüllung meines Basejumperlebens gefunden zu haben."

    Nüchtern betrachtet hat das weiter rein gar nichts mit RED BULL zu tun, da muss man schon voll betrunken oder sonst zugedröhnt sein,

    2. um erkennen zu können, dass diese Aktion, nämlich das Anfertigen eines Werbefilms mit dem Sprung vom "Sunrise-Tower", mit einem Fallschirm durchgeführt worden ist, dessen RED BULL Logo und dessen RED BULL Schriftzug auch noch von einem Blinden aus einem Kilometer Entfernung auf dem Bildschirm eines Smartphones erkennbar ist.

    Nüchtern betrachtet hat das schließlich rein gar nichts mit RED BULL zu tun, da muss man schon voll betrunken oder sonst zugedröhnt sein,

    3. um erkennen zu können, dass die Herstellung dieses Werbefilms nicht nur dem Mobiltelefonunternehmen "Sunrise" zum wirtschaftlichen Vorteil gereichen sollte, das in der Schweiz einen (Jugend)Mobiltelefontarif namens "RED BULL" einführen und mit dem Film über den Basejump des RED BULL Athleten Ueli Gegenschatz vom "Sunrise-Tower" bewerben wollte; sondern dass es bei dieser Symbiose zwischen "Sunrise" und RED BULL auch darum gegangen ist, dass RED BULL so durch die zahlreichen anderen in der ARD-Dokumentation gezeigten knochenbrecherischen und lebensgefährlichen "Sport(werbe)events" seine Marktanteile, Umsätze und Gewinne in der Schweiz und sonstwo steigert.

    Menschenverachtende Profitmaximierung mit gesundheits-, lebensgefährlichen und bisweilen tödlichen Werbeaktionen. So schaut´s nämlich aus.

  • Die dunkle Seite von RED BULL

    • VincenteCleruzio
    • 30. April 2013 um 14:44

    Diese Dokumentation über das Eventmarketing von RED BULL war längst fällig.

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 28. April 2013 um 13:43

    warum in Deutschland nur von der SPD regierte Bundesländerfinanzverwaltungen CDs mit Kontodaten deutscher Staatsbürger bei schweizer und liechtensteiner Banken kaufen (und warum der Republik Österreich die "Liechtenstein-Steuer-CD" vom deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen in einer so genannten Spontanauskunft auf´s Auge des damaligenÖVP-Finanzministers Pröll gedrückt werden musste, weil man die Daten nicht und nicht haben wollte).

    Auch der Rostbratwürstelproduzent und FC-Bayernboss Hoeneß ist von solch einer Kontodaten-CD aufgeblattelt worden. FOCUS-Online:

    "Die bayerische Justiz hat bereits seit Sommer 2012 von einem Konto von Uli Hoeneß in der Schweiz gewusst. Nach FOCUS-Informationen tauchte der Name des Präsidenten des FC Bayern München auf einer so genannten Steuer-CD auf, die das Land Nordrhein-Westfalen im August erworben hatte. Demnach leitete die Staatsanwaltschaft Bochum die Daten an die Kollegen in München weiter.

    Beamte blieben halbes Jahr tatenlos

    Ein Ermittlungsverfahren eröffneten diese jedoch zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft München II selbst gibt an, erst mit der Selbstanzeige im Januar ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen Hoeneß eingeleitet zu haben – also knapp ein halbes Jahr später."

    Übrigens: Vorstandskollege Rummenige hat laut Focus auch die Finanz am Hals, weil er sich für zwei Uhren die 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer sparen wollte:

    "Karl-Heinz Rummenigge wurde am 7. Februar 2013 auf dem Münchner Flughafen kontrolliert, als er durch den grünen Ausgang („Nichts zu verzollen“) gehen wollte. Die Beamten fanden in seinem Handgepäck zwei wertvolle Rolex-Uhren. Rummenigge habe angegeben, die gebrauchten Uhren hätte ihm ein Freund in Katar geschenkt. Er kam gerade aus dem Wüstenstaat zurück, wo 2022 die Fußball-Weltmeisterschaften stattfinden sollen. Rummenigge hatte sich begeistert von der WM-Bewerbung Katars gezeigt, die weltweit umstritten ist.

    Nach FOCUS-Informationen führt das Hauptzollamt Augsburg das Ermittlungsverfahren. Der Vorwurf lautet, Rummenigge habe die vorgeschriebenen 19 Prozent Einfuhr-Umsatzsteuer nicht entrichtet.“

  • Rechtschreibakrobaten

    • VincenteCleruzio
    • 25. April 2013 um 21:42

    Bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl letztes Jahr haben sie noch mit dem folgenden Plakat für Lachsalven gesorgt:

    [Blockierte Grafik: http://www.news.at/_storage/asset/1066296/storage/newsat:key-visual/file/12342097/strache-fpoe-finde-fehler-324766_e.jpg]

  • Transfergeflüster: HC TWK Innsbruck "Die Haie" 2013/14

    • VincenteCleruzio
    • 25. April 2013 um 10:37
    Zitat von baerli1975

    http://www.hockeydb.com/ihdb/stats/pdisplay.php?pid=55460

    hat er noch vertrag? denn dann hättest a show auch noch dazu....


    das wäre jedenfalls einer, der sehr gut zu deinem avatar passen würde!

  • DEL 2012/13

    • VincenteCleruzio
    • 21. April 2013 um 21:43

    Die Eisbären auch heute immer in der Lage, ein "Schäuferl" nachzulegen, sehr gute und spannende Finalserie: Bravo, DEL!

  • Grill (Holzkohle, Gas, Elektro,...)

    • VincenteCleruzio
    • 21. April 2013 um 21:40

    egal für welchen Grill sich die Buam entscheiden - Faustfeuer- und andere Waffen sollten beim Grillen absolut tabu sein.

  • "Wir zahlen für den Zechpreller Kärnten" und was sonst noch los ist in Österreich auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität

    • VincenteCleruzio
    • 20. April 2013 um 22:37

    Bin ich froh, dass Österreich mit der Schweiz und Liechtenstein Steuer(hinterzieher)amnestieabkommen abgeschlossen hat, die es unseren Steuerhinterziehern möglich machen, die in diesen zwei Ländern Schwargeld gebunkert und/oder Kapitalerträge ebendort in Österreich nicht versteuert haben, völlig anonym zu bleiben und durch Abzug von bis zu 38 % des dort gebunkerten Kapitals und Transfer dieses Abzugs nach Österreich völlige Straffreiheit zu erlangen.

    Dem sympathischen FC Bayern Funktionär Uli Hoeneß, der auf das Inkrafttreten eines solchen Abkommens zwischen Deutschland und der Schweiz am 1.1.2013 gehofft hatte - die SPD-regierten Bundesländer haben dieses Abkommen, das als Vorbild für die österreichischen Abkommen gedient hatte, verhindert -, musste jetzt im Jänner 2013 den bitteren Weg einer Selbstanzeige gehen und damit seine Identität als Steuerhinterzieher gegenüber dem deutschen Fiskus offenbaren. Bisherige Details in DER SPIEGEL.

    Und jetzt kommt auch noch heraus, dass nach seiner Selbstanzeige im Jänner im März bei ihm eine Hausdurchsuchung durchgeführt, dass ein gerichtlicher Haftbefehl ausgestellt und dass die Haft nur durch eine Millionenkaution abgewendet worden ist - solch eine Selbstanzeige schaut gar nicht gut aus.

  • Grill (Holzkohle, Gas, Elektro,...)

    • VincenteCleruzio
    • 18. April 2013 um 14:51

    Zündeln, Feuer machen, das sind die Highlights im Leben der ewigen Buam. Schenk ihnen ein Grill, einen Sack Holzkohle dazu, und ihre Augen beginnen zu strahlen, ja, zu glühen.

  • Felix Baumgartner - Sprung aus 39 km Höhe - am Sonntag, dem 14.10.2012

    • VincenteCleruzio
    • 18. April 2013 um 09:57

    Und die Schulärztinnen fighten dann mit den Hausmeistern um eine gesunde Jause, die sich durch die Auspeisung von Zuckerwasser, Schokolade und Co ein Zubrot verdienen (müssen).

  • KHL 2012/13

    • VincenteCleruzio
    • 17. April 2013 um 17:38

    Tswetkov sichert in der Overtime Dinamo Moskau die Titelverteidigung. 2:3 für Dinamo.

    Was für ein Jahr: Zuerst die Roten aus Klagenfurt und jetzt die Blauweißen aus Moskau! Wenn´s laft, dann laft´s.

  • KHL 2012/13

    • VincenteCleruzio
    • 17. April 2013 um 16:57

    Was für ein Pass von Kostitsin von der Blauen zur Blauen auf Kontiola, was für eine Passannahme und was für ein Tor zum 2:2 durch den Finnen zehn Minuten vor dem regulären Ende der Spielzeit! Vom Feinsten.

  • KHL 2012/13

    • VincenteCleruzio
    • 15. April 2013 um 23:50

    да, да,, weiter geht´s am Mittwoch um 15:00 Uhr - wenn das mein Großvater erleben dürfte, der fünf Jahre in Tscheljabinsk gelebt hat, damals ein kleines Provinznest.

    hier der stream: http://www.laola1.tv/de/at/eishocke…590-116821.html

  • KHL 2012/13

    • VincenteCleruzio
    • 15. April 2013 um 17:50

    Ooooops, das haben sich die Moskowiter wohl anders vorgestellt: Nach 8 Minuten steht es 0:3 für Tscheljabinsk

    Ooooops reverse side: die Dinamo-Tschechen Kvapil und Petruzalek schießen die Blauweißen innerhalb von 2 Minuten auf 2:3 heran - um die Minute 30 herum. Jetzt brennt der Hut der Traktoristen. Und jetzt auch noch der Ausgleich durch Soin - das zweite Drittel gehört eindeutig Dinamo.

  • DEL 2012/13

    • VincenteCleruzio
    • 14. April 2013 um 22:30
    Zitat von MoRn1nGsTaR

    Also die Regelauslegung beim technischen Tor war aber (für ein 1. Spiel in einem Finale - vorallem aber in einer Best-of-Five Serie) schon sehr hart mMn. Also so ein klares Foul, dass er ihn da am Abschluss behindert war es nicht (rein subjektiv gesehen).

    Danke @dany, dass Du meinen Tippfehler korrigiert hast - beide Tore der Kölner auch schön anzusehen, aber "Haltungsnoten" werden leider nicht verteilt.

    Zum Foul:, das zum "technischen" Tor geführt hat. Auf den ersten Blick war ich ganz Deiner Meinung, @MoRn1nGsTaR. In einer der Wiederholungen aber hat man sehr schön gesehen, das "timing" des Schlags gegen den scheibenführenden Spieler, der nur ein paar Meter ziemlich zentral vor dem leeren Tor herangebraust kam und den Puck locker ins Tor schupfen wollte, war perfekt:: Auf die Hundertstelsekunde genau zu dem Zeitpunkt, als der Schuss ausgelöst worden ist, und daher ist die Scheibe nicht ins Tor gegangen - sicher nicht so zeitgerecht gewollt, aber perfekt gelungen.

    Überdies, auch das hat das Spiel so angenehm gemacht: Trotz kleinerer, nie wirklich ernster Reibereien, sehr saubere Spielgestaltung und daher kaum Strafen.

    Freu mich schon auf das Retourmatch am Dienstag, ab 20:30 Uhr.

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