Aber Pertl hat nichts ungesetzliches gemacht, das muss auch mal gesagt werden!
Und irgendwann ist dann ja auch mal genug.
Denn meiner Meinung nach besteht hier schon ein großer Unterschied zwischen dem Vorfall Mader, welcher eh jetzt bei der Staatsanwaltschaft liegt (so wie ich das mitbekommen habe), und der Causa Pertl, der freiwillig auf ein ihm zustehendes Gehalt verzichtet.
"Freiwillig" verzichtet er auf seine "Überstundenpauschale" und auf 15 % seines Gehalts als Zentralbetriebsrat. Und zwar "urplötzlich", nachdem die Gagendiskussion des Vorstandsvorsitzenden der TIWAG ausgebrochen ist. Vorher, und zwar jahrelang, hat ihn seine Gage im ÖVP-Selbstbedienungsladen TIWAG nicht gestört.
Und die Grundsatzfrage ist, ob der Zentralbetriebsrat eines Elektrizitätsversorgers wirklich eine Gage von 9.000 Euro pro Monat (15 x pro Jahr für 160 Arbeitsstunden/Monat) "verdient" und vor allem ob ihm eine "Überstundenpauschale" von 10 % = 900 Euro pro Monat (ebenfalls 15 x pro Jahr, 16 Arbeitsstunden/Monat) zusteht - muss die Überstunden nicht nachweisen, weil "Pauschale" -, wenn er "neben" den insgesamt 176 Arbeitsstunden/Monat (44 Stunden/Woche) noch folgende Jobs ausübt:
* Abgeordneter des Tiroler Landtags (6.700 Euro pro Monat),
* Vizebürgermeister von Völs (1.000 Euro pro Monat),
* Funktionär der Tiroler Arbeiterkammer (927,27 Euro pro Monat) und
* Funktionär des ÖGB (Aufwandsentschädigung in unbekannter Höhe) und
* Funktionär der Tiroler Gebietskrankenkasse (Aufwandsentschädigung in unbekannter Höhe).
Für die ernsthafte Erledigung all dieser (bezahlten) Jobs reichen normalerweise 24 Stunden/Tag nicht.