Martin Thür (ORF, ZIB2) twittert:
Sind die Hygiene Austria Masken sicher?
Einfache Frage, gar nicht so einfache Antwort.
Mitte August 2020 hat die Hygiene Austria ihre FFP2 Masken zur "Vorprüfung" beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen gegeben. Damals wurde die Prüfung "nicht positiv" beendet. Weitere Prüfungen durch staatliche Stellen in Österreich gab es nicht.
Nur wenige Wochen später, wird dann die Maske in Ungarn CE zertifiziert. Der CE Code 2233 zeigt eindeutig: Eine Firma in Budapest hat die Prüfung durchgeführt. Die Prüfunterlagen wollte das Prüfunternehmen Gepteszt genauso wie die Hygiene Austria heute nicht zur Verfügung stellen https://t.co/QefTIdJbeH
Bei anderen (chinesischen) Produzenten kam es bei Chargen zu Produktionsproblemen (die #zib2 hat ausführlich berichtet). Ob alle Masken bei Hygiene Austria der gleichen Bauart und vor allem Sicherheit entsprochen haben: Unklar. Welche Charge wurde zertifiziert und geprüft? Unklar
Die ungarische Prüfstelle sagt auf Anfrage nur: Die erste Zulassung gab es am 25. September (wenige Wochen nach dem "nicht positiv" des österreichischen Bundesamtes), diese wurde dann noch einmal adaptiert, am 16. Dezember. Die Zulassung ist nicht öffentlich, nur diese Blätter. https://t.co/FjsuX2eWvu
Am Abend bestätigt die Hygiene Austria Masken auch von chinesischen Lohnherstellern fabrizieren haben zu lassen, um "Produktionsspitzen" abdecken zu lassen. https://t.co/VVIJcqfxUi Ob und wie die Qualität dieser Masken überprüft wurde, wissen wir nicht. Alle trugen das CE Zeichen
In der OTS schreibt die Firma aber auch, dass die Zertifizierung durch ein Schweizer Unternehmen "sichergestellt" worden sei. Was genau die Aufgabe der SGS war, wer die Sicherheit der Masken wann kontrolliert hat: Unklar. Die Zertifizierung war in Ungarn, das zeigt jede Maske. https://t.co/Im2aScDe1q