Höre gerade auf OE1 die Sendung Mit.Schnitt, bei der die Sängerin Renate Reich ihr Album „Bad Habits“ präsentiert, "auf dem sie sich in eigenen Kompositionen und raffiniert ins Ohr gehenden Arrangements von Standards mit augenzwinkernder Eleganz Themen zuwendet, die nur so lang als schlechte Eigenschaften gelten, so lange wir diesem vermeintlich Schlechten nicht mit Gelassenheit und Großzügigkeit ins Auge blicken.
Daraus entstand ein kulinarisch-abwechslungsreicher Musikgenuss auf hohem Niveau, geadelt durch die hervorragende Band mit Harri Ganglberger, Percussion, Stefan „Pista“ Bartus am Bass, Markus Gaudriot am Klavier und Thomas Palme an der Gitarre."
"Renate Reich, geboren in Afghanistan, lebt und arbeitet in Wien. Sie hat in Europa und den USA Jazzgesang & Gesangspädagogik studiert und ist seit vielen Jahren als Sängerin auf der Bühne, im Studio und als professional Vocal Coach tätig.
Wenn die ursprünglich aus dem Liedermacherinnen-Genre stammende Jazzerin auf der Bühne steht, ist auf der einen Seite ihre langjährige Erfahrung spürbar – im Handumdrehen kommt sie in einen unprätentiösen musikalischen Dialog mit dem Publikum; auf der anderen Seite kennt sie ihr Instrument, die Stimme, so gut und verlangt von ihr nicht zuviel, aber auch keineswegs zu wenig."
Genau. Hab', glaublich noch nie, auf OE1 jemanden mit so schlechter Intonation singen gehört. Oft hat die Tonhöhe nicht auf Anhieb gepasst, weshalb "nachgebessert" werden musste. Trefferquote der Töne deutlich unter 100 %. Aber lustig und sehr mutig.
Erinnert mich an meine Schwägerin, über die der Prüfer bei der Fahrprüfung gesagt hat, nachdem sie ein Stoppschild übersehen, danach einen Fußgänger auf dem Zebrastreifen fast umgefahren hatte und schließlich so flott durch eine Lacke gepflügt ist, dass der Passant auf dem Gehsteig waschelnass war: "Fahren kann sie nicht, aber Mumm hat sie". Trotzdem die Prüfung bestanden, im Bezirk Spritzkübel wird nichts eng gesehen.