Wenn das wirklich stimmt, dass man nach diesen vier Gurken-Saisonen (eine davon ausgenommen) ohne jede Stimmung und ohne echte Identifikation mit diesem Retortenverein ernsthaft darüber nachdenkt, statt mit dem kleinsten Budget nun mit einem komplett unterirdischen Budget und entsprechendem Kader in die neue Saison zu gehen, dann glaube ich eher an einen Aprilscherz. Und das im Mai.
Aus meiner Sicht war es ohnehin schon zum Start des Projekts die dümmste Idee, einen Retortenverein ohne entsprechendes Budget (um sich Erfolg zu erkaufen) zu gründen und dann ernsthaft darauf zu hoffen, dass sich trotz jahrelanger Erfolglosigkeit irgendwann von selbst Identifikation und Fankultur entwickeln. So funktioniert Sport einfach nicht.
Aber mal ehrlich: Sind die Herrschaften wirklich noch bei Sinnen? Das interessiert dann doch irgendwann wirklich niemanden mehr. Selbst die letzten hartgesottenen Fans werden irgendwann vom sinkenden Schiff springen. Ich sehe es leider auch so, dass man bei so einem Szenario vermutlich mitten in der Saison w.o. geben müsste.
So ein stümperhaftes Vorgehen kann ich mir eigentlich kaum vorstellen. Außer, und da bestätigt sich dann vielleicht doch der Verdacht, es wollen einfach noch zwei an ihren Sesseln kleben bleiben.
Einen Fortbestand von Lampert könnte ich mir ja noch irgendwie einreden lassen. Sportlich und organisatorisch hat er in Feldkirch viele Fäden in der Hand und aus meiner Sicht aus den vorhandenen Budgets auch einiges herausgeholt.
Aber bei Groß fällt mir ehrlich gesagt kein Argument mehr ein. Vier Saisonen ohne nennenswerte Sponsorengewinne, noch immer kein Hauptsponsor, dazu wenig bis keine Kreativität um den Besuch eines Eishockeyspiels wieder zu einem echten Erlebnis zu machen. Da braucht es definitiv frischen Wind.
Zuerst allen Spielern die Freigabe zu erteilen, sich etwas Neues zu suchen, und dann mit Mini-Budget quasi eine bessere U20 aufzustellen, ist für mich der größte Schwachsinn seit Jahren. Wenn das wirklich der Plan sein sollte, dann gute Nacht.