ich finde du machst es dir zu leicht. du liegst auf deiner couch mit nem packerl chips in einer hand und mit nem bier in der anderen, sag ich jetzt mal so und urteilst aus der ferne was moralisch ok ist. das sind eishockeyspieler, die wenig mit politik am hut haben und denen, falls sie sich dafür interessieren, die nötige info fehlt dass man die us politik auch anders sehen kann. außerdem ist der kollektive druck enorm.
ich nenn dir mal ein beispiel. ich war mal mit meiner familie in den usa und weil es die kids wollten, waren wir in seaworld. die wollten das halt sehen und ich sowieso achterbahn fahren
. bei ner vorführung von delphinen oder orca walen, wurden alle vor beginn der vorführung dazu aufgefordert aufzustehen und den anwesenden veterans und ihren familien beifall zu klatschen, nationalhymne inklusive. ich wollte sitzen bleiben, aber meine frau hat mir zu verstehen gegeben, dass es wohl besser wäre aufzustehen und sie hatte sicher recht damit. da stehen alle auf und den schuh mich blöd anreden zu lassen, wollte ich mir nicht anziehen. ich bin kein fan der usa, ich finde alleine das essen grindig und teuer und die infrastruktur in dem land ist sowas von abgefuckt, also da will ich nicht sein, aber der druck aufzustehen war da, ich habe weder geklatscht, die hatten mmn im irak nichts zu suchen, noch irgendwie beim absingen der hymne teilgenommen. so und jetzt stell dir vor du bist permanent diesem hurra patriotismus ausgesetzt und überall wehen diese fahnen vor der haustür, da wirds echt zach sich dagegen zu, weil das konsequenzen hat,zu äußern. den fall karpernick haben wir schon besprochen.
Nein. So viele Punkte, einfach Nein.
da sind Personen dabei, die ganz offen eine politische Richtung feiern/mitgehen/loben/unterstützen (und ich lass jetzt bewusst meine Meinung zu MAGA und rechter Politik weg) die wissen ganz genau was da politisch im eigenen Land abgeht, einige davon studieren nebenbei oder haben studiert, das sind keine "blauäugigen Kinder" sondern erwachsene Männer mit Vorbildfunktion, teils verheiratet mit Kindern, nicht nur, das einigen davon diese Vorbildfunktion aufgrund der Lebenssituation bewusst ist, sie habens während ihrem Weg in die NHL und dann zum Beginn ihrer NHL Laufbahn auch noch so beigebracht und geschult bekommen. (bestes Beispiel Matthews sein Versuch von einer neutralen Antwort im Interview, nur um dann von den Hughes Brüdern den Rücken freigeschaufelt zu bekommen, die sich dann trauen und etwas schlechtes über die Toronto Medien zu sagen, die betriffts ja auch nicht)
zu deinem Beispiel:
1. Seaworld
(jeder der nicht versteht warum Aquarien oder Zoos zum kotzen sind, bitte informieren)
2. ist dein Beispiel leider genau das Problem: Mitläufer werden von Vorbildern mitgerissen (1920-30er, die letzten paar Monate; es gibt ein paar Zeitabschnitte in der Geschichte die das bestätigt) und wenn man da ins Detail geht, ist der Übergang von Mitläufer zu Vorbilder fließend, genau desshalb wäre es wichtig, bei/nach solchen Aktionen Haltung zu zeigen (sollte da bei manchen eben "nur" der Alkohol gesprochen haben)