Kann jemand bitte den KleineZeitung Artikel über Dahm reinstellen?
Der beste Torhüter führt seine Mannschaft zum Meistertitel. In den vergangenen Jahren wurde dieses Klischee durchgehend und wahrhaftig bedient. Zuerst seitens des norwegischen Purzelbaums Lars Haugen. Und im Vorjahr vom dänischen Ironman Sebastian Dahm. Während andere vielleicht schon am Zahnfleisch kriechen, hat sich der 35-Jährige erst so richtig warm gespielt.
41 Partien (22 Siege) weist seine Bilanz aus. Plus Olympische Spiele in Peking. Und all das, bevor die intensive Phase anläuft. „Ich bin frisch“, entgegnet er grinsend und unmittelbar nach dem Abschlusstraining wie frisch aus dem Ei gepellt. Sein Geheimnis? „Uns war schon früh in der Saison klar, dass ich heuer viel spielen werde. Daher wurde das Training reduziert. Meine Physis wird ständig überwacht, ich habe einen eigenen Plan zur Regeneration.“
Ohne die Leistungen seiner ebenfalls zu überzeugenden Vertretung Val Usnik schmälern zu wollen – viel steht und fällt im Team mit dem Rückhalt des Einser-Goalies. Dahms Statistiken aus dem Grunddurchgang sprechen bereits eine klare Sprache: 7 Shutouts, 92,1 Prozent Fangquote, 1,99 Gegentorschnitt. Wie erwähnt, das dänische Dynamit könnte jetzt erst so richtig explodieren.
Der Unterschied im System
Seine Vorstellung beim Shut-out gegen Bozen erinnerte an das Vorjahres-Play-off, wo er stolze drei Mal ohne Gegentreffer geblieben war. Doch Dahm interessieren solche (Zahlen-)Spielchen nicht. „Uns erwartet gegen Wien eine enge Serie“, sagt der Goalie und präzisiert: „Die Caps sind sehr strukturiert und mit fixen Laufwegen. Das unterscheidet uns. Wir haben ein strenges System, dürfen uns darin aber frei bewegen.“
Auffällig ist, dass der Däne in kurzen Pausen während des Spiels immer zur Bank kurvt. Zwar wird er mit Trashtalk konfrontiert, doch der Torhüter antwortet auf seine Art: „Mit Saves treibe ich die Gegner zum Wahnsinn.“ Als meisterhafte KAC-Versicherung hat er sich bereits bewiesen. Und er weiß, dass ihn die Stürmer fürchten. Dahm, der zur Zielscheibe von gegnerischen Attacken werden könnte, zeigt sich davon unbeeindruckt. „An mir prallt so etwas ab.“ Außerdem stünde im Fall der Fälle ohnehin seine Bären-Familie, diese Metapher haben sich die Rotjacken für dieses Play-off zugelegt, parat. Ausgewählte Filmszenen aus dem Blockbuster „The Revenant“ wurden in der Kabine vorgespielt und sollten so ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen.
Die Klagenfurter erklären sich heuer gerne zum Außenseiter. Ein in Hochform befindlicher Dahm ist aber der Grund, warum sie das gegen Wien nicht sind.