_Was passiert mit neuen Spielern bzw. Spielern, die nicht mitmachen
Dieses Jahr haben wir nur 2 Neue. Das Einarbeiten der beiden hat längstens begonnen. Immer wieder rede ich auf sie ein. Ich lass sie auch die Werte des Vereins/Teams wiederholen. Ich zeige spezielle Dinge im Video und ich wiederhole alles immer wieder.
Wenn ein Spieler nicht mitzieht, kann er auch nicht spielen - ein Coach hat die Kontrolle. Manchmal dauert es eben länger. Letztes Jahr benötigte ich 1komplettes Jahr, einen Import zu erreichen und in das System einzufügen - dann passte er kurz ins System und driftete danach wieder ab. Ich unterhielt mich mit ihm, ich rief ihm zu Hause an, ich besuchte ihn zu Hause und redete sehr viel mit ihm.
Man braucht 7-8 Spieler im Team, die zu 100% hinter dir stehen und das System verstehen - diese Spieler sind wichtig und helfen den anderen Spielern sich zu integrieren und zu erklären, wie das System funktioniert. Auch diese Spieler haben sich mit um den Import gekümmert
Der Spieler hat es leider nicht verstanden - er sagte, dass für ihn alles neu wäre und er noch nie Teil eines solchen Systems war.
_Verein
Die Philosophie muss nicht nur von den Spielern verstanden werden – der ganze Verein KAC muss diese verstehen und hinter ihr stehen. Wenn jemand ein falschen Interview gibt – egal wer vom Verein - bekommt es mit mir zu tun.
Es ist wichtig, dass der Verein eine Verbindung aufbaut und diese pflegt. Mir ist schei$$egal, wer die Tore schiesst. Ich bewerte das Team mehr als den Torschützen. Ich respektiere den Torschützen – aber genauso den Spieler, der 100 Schüsse blockt.
Winning Organisations haben die Verständnis von solchen Sachen – dieses Verständnis sollte jedoch nicht von einem Trainer eingebracht werden. Ein erfolgreicher Verein muss das von selbst wissen – das muss automatisch kommen. Der Verein selbst sollte solche Werte gross im Eingangsbereich des Vereins aufschlagen, dass man sofort merkt, worum es geht. Hier beim KAC habe ich dieses Umfeld. Wie sprechen wir, wie machen wir Sachen und wie gestalten wir etwas. Wenn man es mal verinnerlicht hat, dann ist es einfach weiterzukommen. Es ist auch viel einfacher, als wenn sich wöchentlich etwas ändert.
_Philosophie
Sein Fokus war darauf, Leute zu führen, das Beste aus sich rauszuholen. Man braucht unbedingt eine Philosophie - zunächst im eigenen Kopf. Es ist wichtig, dass man diese Philosophie dem Verein mitteilt - immer und immer wieder. Man muss den Spielern beim Training zeigen, wie man es meint. Auch abseits des Eises ist die Kommunikation der Philosophie wichtig. Man muss erreichen, dass das gesamte Team vom gleichen spricht. Die Angewohnheiten müssen von der Philosophie kommen. Man muss das Team immer wieder an die Philosophie erinnern und darauf hinweisen, bis sie es verinnerlicht haben und ein blindes Verständnis dafür haben. Sie wurde auch auf einer Wand im der Halle angeschrieben. Wenn man mal den Weg kennt, kommen andere Sachen hinzu, in der ein Spieler seine Rolle finden muss. Teamspirit (sehr wichtig für PM), Rolle im Team, jeder ist gleich, etc. PM spricht die Dinge klar und direkt an- die guten, wie auch die schlechten. Das Team muss einheitlich denken. Das Team muss Werte haben - einheitliche Werte. Wenn ein Spieler ausbricht, dann ist er für mich nicht mehr wichtig. Denn er passt nicht ins System. Die Philosophie muss so verinnerlicht sein, dass du sie am 3Uhr morgens, wenn man dich weckt, sie aufsagen kannst. Als Coach muss man es dann aber auch 24/7 vorleben.