Erfahrungen mit Buch verlegen lassen

  • Servus an alle, gibt’s hier zufällig jemanden, der schon mal ein Buch bei einem Verlag veröffentlicht hat? Ich würde mich über eure Erfahrungen und Tipps freuen. Ich möchte nämlich schon länger ein selbstgeschriebenes Buch mit Kurzgeschichten verlegen lassen, jedoch habe ich absolut keinen Plan, wie ich da jetzt am besten vorgehen soll. Und im Internet bin ich ein wenig von den vielen Informationen erschlagen und verliere erst recht den Plan. :D

  • Naja theoretisch ist es ganz einfach, du schickst dein Manuskript an der Verlage und wartest dann mal ab was die sagen.

    Natürlich brauchst du jetzt ein Kochbuch an einen Fantasy Verlag zu schicken, der Verlag sollte schon dein Genre veröffentlichen.

    Leicht wird es nicht werden da einen Verlag zu finden, versuchen kannst du es.

    Neben den klassischen Verlagen gibt es dann noch den Selbstverlag oder DKZV.

    Musst du dann wissen ob es dir das wert ist wenn dich ein klassischer Verlag nicht nehmen sollte.

    Zeit und Nerven kostet es auf jeden Fall.

  • Servus ihr drei. Danke für eure Hilfe.


    Ich muss gestehen, dass ich mich an das Selfpublishing nicht wirklich rantraue. Glaube, dass ist noch eine Nummer zu groß für mich, da ich komplett unerfahren in diesem Markt bin. Immerhin möchte ich schon, dass mein Werk gut vermarktet wird. Ich habe mich schon etwas eingelesen und habe verstanden, dass es doch sehr viel Glück braucht, um bei einem Verlag genommen zu werden. Was ist denn ein DKVZ genau? Darauf bin ich noch nicht gestoßen… wie funktioniert das Veröffentlichen dort?

  • Kann es sein, dass du an die Sache zu idealistisch rangehst? Bin momentan in einer - zumindest ansatzweise - ähnlichen Situation. Allerdings geht's bei bei mir nicht um Erzählprosa, sondern um fachwissenschaftlichen Content. Um die Verlagsangelegenheiten kümmert sich in meinem Fall derzeit dankenswerterweise die Universität. Was ich aber am Rande mitbekomme ist schon recht interessant: Es kommen Diskussionen auf, die man als Nichtinvolvierter nicht mal ansatzweise vorasahnen wurde. Das Ganze fängt nicht selten etwa bei einer trivialen Diskussion um Textlänge und des daraus abgeleiteten Auflagentyps an. Die meisten (renommierten) Verlage haben diesbezüglich genaue Vorstellungen; der "Normalsterbliche" kümmert sich zumeist wenig darum, ob der Text jetzt 50 Seiten mehr hat oder nicht. Oftmals entscheidet aber gerade das, adäquater Inhalt vorausgesetzt, über eine gelungene Publikation beim gewünschten Verlag.

    Das Beispiel soll dir hier nur verdeutlichen, dass selbst ein universitär getragener, bereits im Fachkreis rezensierter "Text" auf dem Weg zu seiner Publikation mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

    Angesichts deiner Textgattung dürfte ein Self-Publishung sinnvoll sein. Vermarktung wäre damit aber nicht gegeben.

    Möchtest du von einem anerkannten Verlag verlegt werden, wird den Weg nur über "VitaminB" führen - d.h. du wirst Kontakt in die deutschsprachige Literaturszene aufnehmen müssen. Habe zeitweise und mit einem "aktiven" Auge die Entwicklung der zeitgenössischen öst. Prosa mitbekommen. Was uns derzeit als bekannt bzw. gut vermarktet erscheint, hat schlussendlich genau diesen Weg genommen. Dennoch 'Viel Glück'.

  • Klar möchte man bei einem renommierten Verlag unterkommen, aber ich denke, dass das bei einer ersten Publikation eher wenigen Leuten gelingt. Ich weiß, dass es auch kleine private Verlage gibt, die man ins Auge fassen sollte. Ich gehe heute abend zu einer Buchpräsentation eben eines solch kleinen Verlags.

  • Idealistisch würde ich glaube ich nicht sagen, denke die meisten Menschen gehen da mit zu hohen Erwartungen ran. Finde es ist ja nichts dabei wenn man Schreiben als Hobby hat, irgendwann kommt dann der Punkt an dem man sich mal traut und versucht daraus ein Buch zu machen. Solange es einem Spaß macht warum auch nicht. Viele Menschen haben dann ab er keinen Spaß mehr weil sie glauben, sie werden sofort professioneller Autor, das wird es nicht spielen. Die erste Ernüchterung kommt dann schon beim Suchen eines Verlags auf wenn keiner der angeschriebenen Verlag sich überhaupt bei einem meldet.

    Self-Publishing ist sicher eine Alternative, viele wollen aber auch ein gedrucktes Buch haben und nicht nur irgendwo ein E-Book oder sogar nur ein PDF im Netz.

    DKZV sind Druckkostenzuschussverlage, da beteiligt man sich an den Kosten.

    Dienstleistungsverlage sind dann Verlage, die dir neben dem Druck auch noch viel Hilfe zukommen lassen. Sprich man bekommt einen Lektor gestellt, jemand kümmert sich um das Cover oder den Titel,...

    Warte mal ab und schau was die klassischen Verlage zu deinem Werk sagen, sich an kleine Verlage wenden ist dabei sicher nicht falsch, die werden weniger Überrannt wie die großen bekannten Verlage.

  • Servus an alle! :)


    Ich sehe das genauso wie du Pucki. Ich glaube sowieso, dass wenn man fleißig arbeitet und sich das Feedback zu Herzen nimmt, jeder ein gutes Buch zustande bringen kann. Erfolgreiche Autoren fallen ja auch nicht einfach so vom Himmel. :-) Und mit etwas Hilfe irrt man dann nicht planlos in der Literaturwelt umher.


    Tine , wow gratuliere dir! Von was handelt denn dein Buch und wo hast du es veröffentlichen lassen? Das muss doch ein tolles Gefühl sein, wenn man nach so viel Einsatz endlich sein Buch in den Händen halten kann, nicht wahr? :-)


    Pucki , ok, alles klar, danke für die Erklärung! Kennst du auch einen empfehlenswerten Dienstleistungsverlag? Professionelle Unterstützung bezüglich Lektorat oder eben Cover hätte ich schon gerne, bevor ich mein Buch veröffentliche. Im Zeichnen bin ich nämlich eine absolute Null. :D

  • Tine , wow gratuliere dir! Von was handelt denn dein Buch und wo hast du es veröffentlichen lassen? Das muss doch ein tolles Gefühl sein, wenn man nach so viel Einsatz endlich sein Buch in den Händen halten kann, nicht wahr? :-)

    Mein Buch trägt den Titel "Getrennte Welten - Mein Leben nach der Vasektomie". War harte Arbeit.

  • Ich habe noch kein Buch veröffentlicht, persönlich habe ich also noch keine Erfahrungen gemacht, habe aber schon vom Novum Verlag gelesen. Der bietet glaube ich viele Dienstleistungen für Neuautoren an. Da braucht an ja meistens etwas mehr Hilfe als wenn man sich schon auskennt.


    Naja bei Kurzgeschichten musst du ja nicht unbedingt Bilder einfügen aber das musst du wissen was dazu passt.

    Lektorat und Korrektorat würde ich auf jeden Fall empfehlen, ich will keine Bücher lesen in denen sogar ich zig Fehler auf einer Seite finde, nicht mal wenn es sich dabei um gratis E-Books handelt.

  • Servus! :)

    muss wohl ein Insiderwitz sein!? :)  Tine , kann ich mir vorstellen, dass es viel Arbeit war, ein guter Verlag nimmt da einem bestimmt aber auch viel Arbeit ab. Der Titel klingt zumindest mal vielversprechend. :)

    puki , ja Rechtschreib- und Grammatikfehler usw. haben in einem Buch so oder so nichts verloren. Dass man mit einem Buch voller Fehler Erfolg haben wird, ist schwer zu bezweifeln…Ich habe mir mal die Seite vom novum Verlag angesehen. Die bieten ja dort ein ziemlich breites Angebot an, von dem mich einige Leistungen durchaus ansprechen. Also wie du sagst, ein Lektorat und Korrektorat wären zumindest mal die ersten Punkte, die ich erledigen lassen sollte.

  • Je mehr du dich im Vorfeld informierst desto besser, überstürzten würde ich dabei nichts.

    Was du dann benötigst musst du wissen, vielleicht kennst du ja jemanden der dir bei dem ein oder anderen Punkt helfen kann, dann musst du das nicht nochmal extra dort in Anspruch nehmen.

  • Servus ihr zwei. Blaue Viper, danke jedenfalls für den Tipp, werd mich da mal reinlesen.

    Und Pucki, stimmt, je besser man sich informiert, desto einfacher wird’s schlussendlich. Ich persönlich kenne leider niemanden, der mir mein Buch professionell lektorieren könnte (drüberlesen kann ja jeder mal schnell), aber ich habe mich jetzt eh auch schon mit dem novum Verlag in Verbindung gesetzt und die haben mir dann verschiedene Pakete angeboten, wo so ziemlich alles abgedeckt wird, was man braucht. Welches Paket ich nehme weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall eines, in dem das Lektorat und Korrektorat inkludiert sind, damit auch wirklich kein Rechtschreibfehler mehr in meinem Buch zu finden ist. ;-)