Vienna Capitals Farmteam in der Erste Liga

  • Die Ungarn sind also - wenig überraschend und wohl auch zurecht - nicht glücklich mit der aktuellen Situation rund um die Caps II.


    Und wenn man dann auch noch hört, dass eine ernstzunehmende Quelle, der ungarische Verbandspräsident, behauptet, die Caps hätten in den Beitrittsverhandlungen versprochen, mit einer konkurrenzfähigen Mischtruppe, Junge und Gstandene, anzutreten, dieses Versprechen aber nicht halten, so steht man vor einem Problem.


    Irgendwie steckt da mehr dahinter. Dass man nicht in der AlpsHL mitspielt, weil das zu umständlich mit den Reisen und zu teuer käme ist so gesehen nicht wahr, denn umständlich mit Reisen ist es so auch und laut Versprechen hätte die Truppe eh teurer kalkuliert werden müssen (mir den gstandenen Spielern also).

    Man hätte einige Gsandene, die sich für Aussenstehende wie mich nahezu aufgedrängt hätten wie zB Andre Lakos oder Jonathan Ferland. Es ließen sich sicher noch weitere finden. Aber man hat sich nicht bemüht, diese zu verpflichten.

    Vielleicht gibt es noch einen weiteren Aspekt, dass offenbar heuer nicht nur die Caps eingestiegen sind, sondern gleichzeitig die Erste Bank als Sponsor für drei Jahre. Vielleicht ist es auch einfach ein Fall für "Wiener Mafia" Sprechchöre, denn die Caps spielen dort jetzt drei Jahre und fühlen dass sie keine Spielerversprechen einzulösen haben?

  • Ich glaube die Verantwortlichen bei KAC und Caps haben sich ordentlich verschätzt was das Niveau in der AHL / Erste Liga angeht (oder vielleicht das Niveau der eigenen Spieler!). Und haben jetzt nicht die nötigen Spieler und/oder Geld um in die Farmteams zu investieren.

    Was ich nicht weiß: Hat Salzburg die besseren Jungspieler oder haben die dort einige Routiniers in der Mannschaft?

    Über die sportliche Wertlosigkeit von Laibach in seinen letzten Jahren waren sich ja alle einig. Das es bei den Caps2 und KAC2 jetzt ebenso ausschaut, so ehrlich sollten alle sein.

  • Ich glaube die Verantwortlichen bei KAC und Caps haben sich ordentlich verschätzt was das Niveau in der AHL / Erste Liga angeht (oder vielleicht das Niveau der eigenen Spieler!).

    Tut mir leid, aber da liegst du zu 100% falsch. Red amal in Wien bei einem Spiel mit einem der Verantwortlichen, da bekommst du Antworten, keine Vermutungen!!

  • Ich glaub eher, dass der Fokus halt nicht aufm Gewinnen liegt, sondern auf der Weiterentwicklung der Spieler und diesbezüglich ist es für die Jungs sicher besser, in der AlpsHL bzw. MOL-Liga zu spielen als in der EBYSL, auch wenn jedes Spiel verloren wird. Als ob es da um irgendwas Sportliches gehen würde, schnurzegal, ob man verliert oder nicht ;)


    Und dass man nichts lernt, wenn man jedes Spiel unterlegen ist, halt ich für ein Gerücht. Von einem Gegner, der besser ist als man selbst, kann man lernen. Ganz einfach, weil man sich gewisse Dinge abschauen kann, selbst sieht, in welchen Bereichen es noch fehlt und woran man arbeiten muss, dies auch in den nächsten Spielen versuchen kann, umzusetzen, man an seine Grenzen gehen muss und auch mal darüber, mal was Neues probieren usw. Außerdem stellt dies eine Herausforderung dar, an der man wachsen kann.


    Selbst in einem Spiel vorgeführt zu werden ist immer noch lehrreicher als selbst den Gegner vorzuführen. Da muss man eher die Sinnhaftigkeit von Spielen in Frage stellen, die 32:0 für ein Team ausgehen (wie zB in der U16 oder U14 der KAC gegen die VEU), weil das ist maximal so viel wert wie ein schlechtes Training, bei dem man überhaupt nie wirklich gefordert wird, demnach muss ich auch nie über meine Grenzen oder über das bisher Gelernte hinausgehen, was dann letztendlich Stagnation bedeutet.


    Und wenn es Spieler gibt, die Motivationsprobleme haben, weil sie jedes Spiel verlieren, obwohl sie damit die Möglichkeit haben, sich für die EBEL zu empfehlen, dann habens sowieso den Beruf verfehlt. Als Eishockeyspieler sollte man grundsätzlich immer alles geben, egal, in welcher Situation man am Eis steht. Wer das nicht kann, nur weil er in einem Ausbildungsteam spielt, das ständig verliert, wirds auch nicht in die EBEL schaffen, weil dann gibts schon mal ein gröberes Einstellungsproblem...

  • Da muss man eher die Sinnhaftigkeit von Spielen in Frage stellen, die 32:0 für ein Team ausgehen (wie zB in der U16 oder U14 der KAC gegen die VEU), weil das ist maximal so viel wert wie ein schlechtes Training, bei dem man überhaupt nie wirklich gefordert wird, demnach muss ich auch nie über meine Grenzen oder über das bisher Gelernte hinausgehen, was dann letztendlich Stagnation bedeutet.

    Alles richtig und aus Sicht der Gegner aus der MOL bzw. AHL sind die Caps II und KAC II genau diese "Jausengegner" frei nach dem Prinzip: tun wir uns nicht weh, forcieren wir halt unsere 4te Linie-Spieler, hauptsache drei Punkte.


    MMn ist der Lerneffekt höher wenn beide Teams an die Leistungsgrenze gehen müssen. Zudem ist das tägliche Training mit erfahrenen Leistungsträgern ungleich wichtiger.

  • Ich finde nicht, dass man die Ergebnisse schönreden sollte. Ich kann mich an die Pressekonferenz vor der Saison erinnern, als mehrfach betont wurde wie wenig dem Verein das Farmteam kostet. Entsprechend sind jetzt die Ergebnisse. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ob es jetzt besser ist jedes Spiel zu dominieren oder hoch zu verlieren? Beides ist nicht optimal für die Entwicklung der Spieler.


    Nichtsdestotrotz freue ich mich darauf, dass in den nächsten Wochen die Heimspiele nicht mehr ausschließlich am Freitagabend stattfinden und ich ihnen wieder manchmal auf die Kufen schauen kann.

    Was ich nicht weiß: Hat Salzburg die besseren Jungspieler oder haben die dort einige Routiniers in der Mannschaft?

    Über die sportliche Wertlosigkeit von Laibach in seinen letzten Jahren waren sich ja alle einig. Das es bei den Caps2 und KAC2 jetzt ebenso ausschaut, so ehrlich sollten alle sein.

    Dass die Salzburger das stärkere Farmteam haben, liegt mMn einerseits daran, dass auch einige Spieler aus München dabei sind. Andererseits glaube ich, dass die Salzburger bald noch stärker in der AHL sein werden. Man versucht in den letzten Jahren die besten österreichischen und bayrischen Spieler schon in jungen Jahren nach Salzburg zu holen. Verstärkt durch weitere internationale Talente und den ausgezeichneten Trainigsbedingungen in Liefering kommt da in den nächsten Jahren einiges nach. Die U18 Liga wird von Salzburg mit einem fast reinen U16 Team dominiert. Dafür muss man halt die Salzburger in der Mannschaft mit der Lupe suchen.