Janine Weber @ NWHL - Boston Pride

  • Die Tirolerin Janine Weber (ehemals Salzburg Eagles und Sabres Wien) schreibt nach dem Game-Winning-Goal im Clarkson-Cup-Finale letzte Saison neuerlich Geschichte:


    First-Player (Free-Agent-Signing) in der NWHL - dem weiblichen Gegenstück der NHL, hier der Link:


    http://nwhl.co/nwhl-announces-historic-first-player-signing/

    http://derstandard.at/20000173…eiblicher-Eishockey-Profi




  • aus der heutigen TT:


    New York –
    Auch wenn das Ergebnis (1:4 gegen Connecticut Whale) am Samstag nicht
    zum feierlichen Ambiente passte – für die Innsbruckerin Janine Weber
    ging an diesem Tag ein Traum in Erfüllung. Mit der Nummer zwölf am
    Rücken und der österreichischen Nationalflagge auf der Schulter lief die
    24-Jährige im Aviator Sports und Events Center mitten in Brooklyn für
    die New York Riveters auf.


    Die Tirolerin ist damit auch offiziell die erste
    österreichische Eishockey-Profispielerin. „Das ist cool, auch wenn ich
    es immer noch nicht richtig realisiert habe.“ Denn vor ein paar Monaten
    hätte sie noch niemand gekannt.


    Erst ein Tor im Finale der Canadian Women’s
    Hockey League machte sie bekannt und verschaffte ihr einen Profivertrag.
    19.500 Dollar wird sie pro Saison verdienen.


    Weber, die eine WG mit einer Mitspielerin
    bewohnt, bekommt täglich vor Augen geführt, wie weit sie es gebracht
    hat. „Es ist ein Wahnsinn. Plötzlich stehst du bei einem Abendtermin in
    einem Penthouse in Manhattan. Und das alles durchs Eishockey“, schüttelt
    Weber den Kopf.


    Zuletzt gab’s Besuch aus der Heimat. Webers
    jüngerer Bruder Marcel schaute vorbei: „Als ich in Wien war, hat er mich
    einmal in vier Jahren besucht, in Amerika war er schon dreimal“, meint
    Weber mit einem Augenzwinkern. Wien ist zwar anders – aber halt nicht
    New York. (t.w.)

  • aus der heutigen TT:


    Janine Weber lebt ihren Traum
    Gestern
    flog Tirols Eishockey-Profispielerin Janine Weber zurück in die USA.
    Der amerikanische Traum bei den New York Riveters soll sich fortsetzen.


    Von Tobias Waidhofer


    Innsbruck –
    In New York, wo die Promidichte in etwa so hoch wie das Empire State
    Building (443 Meter) ist, erlebt man so einiges: Beim Spaziergang über
    den „Ground Zero“ lief Janine Weber Rocksänger Rod Stewart über den Weg,
    auf einem Markt in Brooklyn begegnete die Innsbruckerin
    US-Schauspielerin Whoopi Goldberg. Der ganz normale Wahnsinn im Big
    Apple.


    „Aufregend“ nennt die Tiroler
    Eishockey-Spielerin, die im vergangenen Winter ihre erste Profi-Saison
    bei den New York Riveters absolvierte, diese Erlebnisse. Sportlich sieht
    die 24-Jährige noch Luft nach oben: „Es wäre schon mehr drin gewesen.
    Wir haben viele Spiele knapp verloren – und als einziges Team zweimal
    gegen Meister Boston gewonnen.“ Schlussendlich scheiterten die Underdogs
    aus New York im Halbfinale der neu gegründeten Profi-Liga NWHL
    (National Women’s Hockey League) am späteren Titelträger. Dafür waren
    die Riveters der Zuschauer-Krösus. „Wir hatten den höchsten
    Zuschauerschnitt der Liga. Nach den Spielen mussten wir teilweise
    eineinhalb Stunden Autogramme schreiben.“, erzählt die Offensivspielerin
    von mehreren 1000 Fans.


    Auch die Medien nehmen das Produkt NWHL an:
    zahlreiche Artikel in der New York Times oder dem Wall Street Journal
    sprechen eine deutliche Sprache.


    Nach etwas Erholung bei Mama Angelik­a und Papa
    Wolfgang in der Heima­t flog Janine Webe­r gestern wieder Richtung USA
    ab. Den Sommer wird die Maturantin des Innsbrucker Reithmanngymnasiums
    aber in Providence verbringen. Also dort, wo sie aufs College ging und
    auch Freund Bruce kennenlernte,


    Parallel geht’s mit dem New-York-Verantwortlichen
    an den Verhandlungstisch, Weber würde gern eine weitere Saison
    dranhängen. Die Gespräche führt sie mangels Berater („zu teuer“) selbst.
    „Im Moment ist nichts spruchreif, aber es sieht ganz gut aus“, erzählt
    Weber. Der amerikanische Traum soll weitergehen. Und Promis gibt’s ja
    auch noch genug.

  • http://www.tt.com/sport/128516…m-american-dream-fest.csp


    tt vom Dienstag


    Graz - Im Gegensatz zum Männer-Team hat Österreichs Eishockey-Nationalteam der Frauen für die B-WM ab Karsamstag in Graz Verstärkung aus der nordamerikanischen Profiliga erhalten. Die Tirolerin Janine Weber spielt für die New York Riveters in der NWHL, dem kleinen Pendant zur NHL. Die Kluft könnte aber kaum größer sein.
    Die National Woman Hockey League nahm im Herbst 2015 mit den vier Clubs Boston Pride, Buffalo Beauts, Connecticut Whale und NY Riveters den Spielbetrieb auf und war die erste Liga, die alle Spielerinnen fix bezahlte. Mindestens 10.000 Dollar erhielt jede Spielerin, die Gehaltsobergrenze betrug 270.000 Dollar je Mannschaft. Doch schon im zweiten Jahr ging das Geld aus. Die Liga verkürzte die Saison auf 17 bzw. 18 Spiele je Team und kündigte Gehaltskürzungen von 50 Prozent an. Eine Finanzspritze von 50.000 Dollar von Duncin Donuts, dem einzigen Sponsor, linderte die Einbußen.
    „Es war schwer, als die Gehälter gekürzt worden sind. Wir haben überlegt, uns aber dann doch entschieden, weiter zu spielen. So eine Liga, die alle Spielerinnen bezahlt, hat es vorher noch nicht gegeben“, meinte Weber. „Wir waren schon enttäuscht, haben aber auch verstanden, dass es Anlaufschwierigkeiten gibt. Wenn wir aufgegeben hätten, wäre es schwer gewesen, wieder so eine Liga anzufangen. Die Entwicklung braucht Zeit. Ich hoffe, dass in Zukunft Mädels wirklich professionell spielen und davon leben können. Und sich nicht Sorgen machen müssen, wie ich die Miete zahlen kann“, beschrieb die Tirolerin die Situation.
    Die 25-Jährige, die als erste Spielerin überhaupt von der NWHL unter Vertrag genommen worden ist, verdiente in ihrer ersten Saison 19.500 Dollar und hätte im zweiten Jahr 13.500 Dollar erhalten sollen, ehe gekürzt wurde. Also arbeitete sie nebenbei als Trainerin und Babysitterin, um sich das Leben in New York leisten zu können. Dennoch will sie weiter in der NWHL spielen, es soll mit den gleichen vier Mannschaften und den gekürzten Gehältern weiter gehen. Denn sportlich konnte Weber positiv bilanzieren, ihr lief es klar besser als in der Debüt-Saison. Die Stürmerin war drittbeste Scorerin und fünftbeste Torschützin der Liga.
    Um Geld ging es auch in einer anderen Diskussion betreffend Frauen-Eishockey in den USA. Das Frauen-Nationalteam drohte mit Streik bei der Heim-WM, um eine höhere finanzielle Entschädigung und mehr logistische Unterstützung zu erhalten. Letztlich mit Erfolg. „Ich habe es voll cool gefunden. Sie haben den Unterschied zwischen ihnen und den Männern, auch der U18 und der U16, aufgezeigt“, solidarisierte sie sich mit ihren Kolleginnen. Erfolge wie Olympia-und WM-Gold würden für die Mädchen sprechen. „Sie hatten wirklich ein Druckmittel. Ich habe gegen die meisten von ihnen gespielt. Eishockey ist für sie ein Vollzeitjob, sie haben es sich verdient, dass sie dafür entlohnt werden. Das war in allen Nachrichten und war wegen der Aufmerksamkeit vielleicht hilfreich“,
    Um Aufmerksamkeit und sportlichen Erfolg geht es für Weber und ihre österreichischen Teamkolleginnen auch ab Samstag. „Wir wollen auf jeden Fall eine Medaille gewinnen“, betonte Weber, die auch schon bei der B-WM in Graz 2009 als damals 17-Jährige dabei war. „Damals war das Ziel, nicht abzusteigen. Jetzt haben wir höhere Ziele. Hoffentlich können wir den Aufwärtstrend fortsetzen“.
    Weber erinnert sich aber auch gerne zurück. „Wir hatten immer viele Fans, es war eine super Stimmung. In der Straßenbahn haben uns die Leute erkannt und angesprochen. Es wäre super, wenn wieder viele Leute kommen und wir Werbung für Damen-Eishockey machen könnten. Dass wir neue Fans gewinnen und jüngere Mädchen mit dem Eishockey beginnen“, erklärte die US-Legionärin, der in Amerika eine besondere Ehre zuteilgeworden ist. Webers Schläger, mit dem sie im März 2015 für die Boston Blades das entscheidende Tor im Finale der Canadian Women‘s Hockey League (CWHL) geschossen hatte, ist in der „Hall of Fame“ ausgestellt. (APA)