Nationalmannschaft der Zukunft

  • Nachwuchsarbeit in Salzburg:

    Ich schau mir da ab und zu Spiele an. Meine Meinung dazu mag seltsam sein vielleicht auch blamabel: Die jungen machen sehr viel richtig - sind gut auf den Eisen, verhalten sich taktisch richtig, halten Position, wirken austrainiert und diszipliniert, ich habe aber den Eindruck, daß die besonderen persönlichen Talente des Einzelnen, seine individuellen Stärken abgetötet wurden - es wirkt irgendwie roboterhaft.

    (Bischen weit aus dem Fenster gelehnt)

    This basically sums it up, and not just pertaining to Salzburg. Salzburg has its own problems. However, in the Austrian junior system players perceived to have greater technical competence are preferred heavily over those who are more creative or are better playmakers. It's paradoxical, sends the kids mixed messages. Coaches at the junior level will basically say all you need to do to stand out is be fast and hard working, a good kid, but then the same coaches when they're coaching/scouting the senior level will expect you to be making plays, and they should because it is required. However, you as an athlete probably come in with the same mentality to the pros that if I just skate fast and play hard I'll get looks. Not the way it works. I can't tell how many players I tell once they get to play up "be creative, try to make that huge move, look to make the big play." Coaches will never be impressed by you skating the puck quickly past the center line and then chucking it down the ice. Neither will scouts or agents. Speaking for myself, when I watch, I'm watching for playmaking abilities. Or forget my opinion. I've never had a conversation with an agent, scout, coach who said "I was really impressed by how few mistakes me made." That doesn't mean be haphazard, I've heard them complain about players who are that way quite a bit. However, especially if you're playing up, or against strong competition, you're expected to make some mistakes. That's fine, it can be corrected with practice. If you don't show that you can find a teammate to set up a shot, or beat a defender one-on-one, you're just not going to get a second look. People talk about how "this legio makes mistakes and doesn't get benched, this youngster makes one mistake and he gets benched", well true, but if you've got no upside then any downside is more downside than a coach is willing to risk. And if you are diminutive in size then it's only worse because you're likely a massive PK liability.

  • Weil ich bezüglich des von manchen Usern in den Raum gestellten schädlichen Einfluss der EBEL auf die Nationalmannschaft nicht so ganz überzeugt bin, hier eine kleine Diskussionsanregung:


    Im Länderspielgemenge der letzten Woche waren auch diverse U Teams bei Turnieren im Einsatz (U19, U18, U16): Ergebnis ausnahmslos Niederlagen, Gegner die üblichen Verdächtigen (Frankreich, Ungarn, Deutschland, Norwegen, Dänemark...).

    http://www.eishockey.at/de/red…2018/nachwuchs-ohne-sieg/


    Die Senioren haben trotz wieder mal einem Behelfskader zumindest einen Sieg gepackt.


    Es drängt sich folgende Interpretation auf: die jungen, einheimischen Spieler, die in der eh schon langsamen EBEL zu Gunsten von 3.klassigen Imports aus NA geschnitten werden, performen immer noch besser als der Nachwuchs - die Ergebnisse der letzten Woche sind zwar für sich nicht repräsentativ, aber das Muster an sich (je weiter es die Alterskategorien rauf geht, desto kompetitiver werden die OEHV Auswahlteams) ist mMn ziemlich klar.


    Ist daran auch die EBEL schuld oder ist die Liga doch gar nicht so schlecht wie manche AnalystInnen hier meinen? Oder haben wir nicht einfach ein tief sitzendes Nachwuchsproblem (zu wenig Breite an sich, Ausbildung auf international adäquatem Niveau an viel zu wenigen Standorten, fehlende interne Konkurrenz in den U-Teams usw.), das trotz der Initiativen der letzten Jahre bei weitem noch nicht überwunden ist? Realitycheck bitte.

  • Ist daran auch die EBEL schuld oder ist die Liga doch gar nicht so schlecht wie manche AnalystInnen hier meinen? Oder haben wir nicht einfach ein tief sitzendes Nachwuchsproblem (zu wenig Breite an sich, Ausbildung auf international adäquatem Niveau an viel zu wenigen Standorten, fehlende interne Konkurrenz in den U-Teams usw.), das trotz der Initiativen der letzten Jahre bei weitem noch nicht überwunden ist? Realitycheck bitte.


    Du bist mMn nicht anders, wie all die anderen, die meinen, der einzige Grund für unser Nachwuchsproblem sind die zu vielen Legios in unserer Liga, nur siehst du halt nur die andere Seite. Die Nachwuchsausbildung an sich sowie die Integration in Profimannschaften sind beides Teil der Nachwuchsausbildung, die zusammen ein gewisses Ergebnis ergeben. Und genauso wie wir bei der Ausbildung, Rekrutierung, Infrastruktur usw. Potenzial liegenlassen, lassen wir beim aktuellen Status Quo in der Liga auch Potenzial bei der Heranführung in Profimannschaften Potenzial liegen, weil sich die Spieler unter anderen Voraussetzungen höchstwahrscheinlich besser entwickeln könnten.


    Was man in seiner Ausbildung lernt, bringt gar nichts, wenn man nicht auch die Möglichkeit bekommt, das Gelernte zu entfalten. Zu behaupten, dass die Anzahl der Legios null Effekt auf die Entwicklung unserer Spieler hat, ist mMn genauso Humbug wie zu behaupten, die Legioanzahl wäre unser größtes oder einziges Problem. MMn ist es ein geringeres Problem als zB die Nachwuchsausbildung an sich, aber sicher auch Teil des Gesamtproblems.

  • Du bist mMn nicht anders, wie all die anderen, die meinen, der einzige Grund für unser Nachwuchsproblem sind die zu vielen Legios in unserer Liga, nur siehst du halt nur die andere Seite. Die Nachwuchsausbildung an sich sowie die Integration in Profimannschaften sind beides Teil der Nachwuchsausbildung, die zusammen ein gewisses Ergebnis ergeben. Und genauso wie wir bei der Ausbildung, Rekrutierung, Infrastruktur usw. Potenzial liegenlassen, lassen wir beim aktuellen Status Quo in der Liga auch Potenzial bei der Heranführung in Profimannschaften Potenzial liegen, weil sich die Spieler unter anderen Voraussetzungen höchstwahrscheinlich besser entwickeln könnten.


    Was man in seiner Ausbildung lernt, bringt gar nichts, wenn man nicht auch die Möglichkeit bekommt, das Gelernte zu entfalten. Zu behaupten, dass die Anzahl der Legios null Effekt auf die Entwicklung unserer Spieler hat, ist mMn genauso Humbug wie zu behaupten, die Legioanzahl wäre unser größtes oder einziges Problem. MMn ist es ein geringeres Problem als zB die Nachwuchsausbildung an sich, aber sicher auch Teil des Gesamtproblems.

    Ich glaube, dass die Imports in der Liga (die wenigsten davon wären mMn übrigens, hätten sie einen Ö-Reisepass, keine Kandidaten für das Nationalteam) tatsächlich sehr wenig mit der Misere im Nachwuchs zu tun haben - zumindest nicht in dieser Richtung. Dass die heimischen Profivereine in dem Ausmaß wie sie es tun auf Imports setzen ist dem schwachen Output des "Nachwuchssystems" geschuldet und nicht umgekehrt. Dass diese Misere auf einer ganz grundlegenden Ebene auch im seit jeher eingefahrenen Gebaren der Klubs liegt glaube ich auch. Wofür sie allerdings nix können ist, dass in Ö abseits der paar "Großklubs" und einiger weniger Standorte der 2. Ebene Eishockey auf Leistungssportniveau (oder zumindest einem Niveau, das die spätere erfolgreiche Ausübung dieses Sportes auf hohem Level nicht gleich verhindert) schlichtweg nicht existiert.


    Zum Übergang vom Nachwuchscrack zum Profi ist schon viel geschrieben worden, könnte man vermutlich besser machen und NOCH mehr forcieren (was zwar auch Folgen hätte), das wirkliche Übel aber schlicht und ergreifend in den Fähigkeiten der nachrückenden Spieler liegt. Überspitz formuliert kommt mir vor, dass die technisch guten und schnellen Spieler Zniachteln, die körperlich starken eher patschert und die Spielwitz trainingsfaul sind. Und insgesamt sind's einfach viel zu wenige, dass man realistischerweise erwarten könnte, dass mehr weitergeht als es tut. Wir bringen kaum exzellente Spieler hervor, nichtmal das für Ö Verhältnisse Ausnahmetalent Haudum wurde gedraftet (wann hatten wir den letzten Spieler im NHL Draft?). Solche Leute wüprden das Niveau des Nationalteams wirklich heben, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die mehr werden, wenn nur der Übergang von der Jugend zu den Profis noch besser gefördert wird.

  • Der nächste im NHL Draft wird wohl erst das Ausnahmetalent Marco Rossi werden. Vorher sehe ich aktuell leider keinen.


    Eines ist aber völlig richtig, wie mache Vorposter geschrieben haben. Für die aktuelle internationale Performance der U18 oder jüngeren Jahrgänge kann niemand die EBEL verantwortlich machen. Das ist die alleinige Verantwortung des OEHV, der es einfach nicht schafft einen Wirtschaftspool zu organisieren um Geld für Nachwuchsleistungszentren aufzustellen. Bis auf einige wenige Vereinsinitiativen sehe ich da sehr sehr wenig Licht, geschweige denn das Ende eines Tunnels.

  • Das ist die alleinige Verantwortung des OEHV, der es einfach nicht schafft einen Wirtschaftspool zu organisieren um Geld für Nachwuchsleistungszentren aufzustellen.

    oder sollten das doch die vereine machen........beim fußball zb haben auch die vereine die leistungszentren.

    ich will den öehv nicht in schutz nehmen, aber erklärst mir jetzt wie der verband vorgehen soll. soll er zig leistungszentren betreiben die dann gegeneinander spielen? dann brauchen die vereine gar nix mehr machen?

  • beim fußball zb haben auch die vereine die leistungszentren

    Nicht alle: St.Pölten hat zum Beispiel mit der Akademie gar nichts zu tun, Mattersburg nur anteilsmäßig,...

    Die Ursprünge gingen vom jeweiligen Land aus, der erste Verein war mMn die Austria unter Frank Stronach, der sich eine eigene Akadie geleistet hat.


    Also vom Ist-Zustand des Fußballs auszugehen, ist mMn der falsche Ansatz.

  • silent

    beim Fussball gibt es im Nachwuchs einen Mix an verschiedenen Nachwuchszentren, die entweder von den jeweiligen Bundesländerverbänden (als Nachwuchsleistungszentren) initiiert wurden oder von privatwirtschaftlichen Initiativen, wo die Motivation entweder direkt von den Vereinen (in Kooperation mit Schulen), oder Privatpersonen, wie die ehemalige Stronach Akademie in Hollabrunn oder Firmen, wie zB Red Bull ausgingen. Manchmal kooperieren auch Vereine direkt mit Leistungszentren der Bundesländer, wie zB in der Südstadt das Modell mit der Admira. Der große Push, hier etwas in die richtige Richtung zu bringen ging damals von der Ausrichtung der EURO in AT/CHE aus. Seither beneiden uns viele andere kleine Länder um die breite Nachwuchsförderung beim Fussball. Mittlerweile spielen um ein Vielfaches mehr junge Österreicher, die in den diversen österreichischen Akademien und Leistungszentren ihre sportliche Basisausbildung bekommen haben, im Ausland, als es beispielsweise bei der Schweiz der Fall ist.


    Im Eishockey sehe ich von Verbandsseite leider wenig Initiativen das Nachwuchsumfeld stärker zu fördern. Das ist auch meine Hauptkritik am Verband. Das beginnt schon bei der Bereitschaft privates Geld in anderen Dimensionen (Stichwort Nachwuchsstiftung) aufzustellen und endet bei den Eitelkeiten und Unzulänglichkeiten in einzelnen Bundesländerverbänden. Der ÖSV oder der ÖFB ist hier wesentlich initiativer, der OEHV hat die Jahrtausendwende, vielleicht auch geblendet von ein paar tollen Jahrgängen und A-Gruppen Teilnahmen leider verschlafen.